Prostituierte „Hot Marijke“ fordert ein Verbot der Sexarbeit, bis es einen Corona-Impfstoff gibt

Die in Flandern weltberühmte Prostituierte „Hot Marijke“ aus Knokke-Heist (Foto), die in den Medien sehr resolut für ihren Beruf eintritt, klagt beim Staatsrat, dem obersten Verwaltungsgericht Belgiens. Sie fordert ein Verbot der Sexarbeit, bis es einen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt. Seit Anfang Juni dürfen Prostituierte hierzulande wieder arbeiten. "Aber da mache ich nicht mit", sagt „Hot Marijke“.

Seit Anfang letzten Monats dürfen Prostituierte in Belgien wieder Kunden empfangen. Ein entsprechendes Richtlinienprotokoll wurde erarbeitet und vom Minister für Selbständige, Denis Ducarme (MR), genehmigt, aber die Sexarbeiterinnen selbst sind nicht alle begeistert. „Unser Beruf ist noch absolut nicht sicher", sagt Hot Marijke. „Das Protokoll wird von meinen Kollegen nicht immer eingehalten. Ich plädiere daher für ein totales Verbot, bis es einen Impfstoff gibt".

„Ich habe beim Staatsrat gegen die Entscheidung des Nationalen Sicherheitsrates Berufung eingelegt", so „Hot Marijke“. „Der Sicherheitsrat hat nicht auf den Rat der Experten gehört. Das möchte ich ändern".

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