Auch die Brüsseler Region will Quarantäne für Urlauber aus Corona-Risikogebieten

Die Region Brüssel-Hauptstadt will ähnlich wie das belgische Bundesland Flandern, dass Urlauber, sie sich in Corona-Risikogebieten aufgehalten haben, nach ihrer Rückkehr nach Hause in Quarantäne gehen. Die Region arbeitet schon an einem gesetzlichen Rahmen dafür. Bisher wird dies auf freiwilliger Basis dringend empfohlen.

Um zu vermeiden, dass sich ein ähnliches Szenario wie nach den Krokusferien zeigt, als das Virus aus Wintersportregionen nach Belgien eingeschleppt wurde, beschloss die sogenannte „Risk Management Group“ (RMG) der belgischen Regierung am Montag, dass Urlauber, die sich während ihres Sommerurlaubs in Regionen aufgehalten haben, in denen Covid-19 wieder aufflammt, bei ihrer Rückkehr in eine „Selbst-Quarantäne“ gehen sollen und dass sie sich sowohl nach ihrer Heimreise, als auch am Ende dieser zweiwöchigen Quarantäne, auf das Coronavirus testen lassen sollen. 

Dafür fehlt aber in Belgien noch der entsprechende rechtliche Rahmen, denn Quarantäne kann derzeit (noch) nicht verpflichtet werden. Am Dienstag gab die flämische Landesregierung bekannt, dass sie Belgiern, die aus Risikogebieten nach Flandern zurückkehren, sich testen lassen und in Quarantäne gehen müssen. Auch hier wird an einer juristischen Regelung gearbeitet.

Dem schließt sich jetzt die Region Brüssel-Hauptstadt an. Dort aber können die Gesundheitsbehörden sehr wohl verpflichtend vorgehen, denn im Unterschied zum Bund und zu Flandern kann eine Quarantäne bei infizierten Personen angeordnet werden.

Das bedeutet, dass Brüsseler, die sich im Urlaub mit Covid-19 angesteckt haben, bei Androhung von Bußgeldern in Quarantäne gehen müssen. Das bedeutet, dass sie sich bei ihrer Heimkehr testen lassen müssen. Die Brüsseler Regionalregierung will ihre Regelungen aber mit den belgischen Bundesbehörden absprechen. 

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