North Sea Port

North Sea Port behandelt 11 % weniger Güter und Waren im ersten Halbjahr 2020

Auch der North Sea Port, zu dem der flämische Hafen von Gent und die niederländischen Häfen von Terneuzen und Vlissingen gehören, lud und löschte im ersten Halbjahr 2020 rund 11 % weniger Güter als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang ist in erster Linie auf die Wirtschaftsflaute durch die Coronakrise zurückzuführen. Doch das Hafenunternehmen sieht keinen Grund zur Panik. 

Der Rückgang im Bereich Laden und Löschen von Fracht aller Art im flämisch-niederländischen North Sea Port beläuft sich auf Halbjahresbasis auf etwa 4 Millionen Tonnen Waren und Güter. Die drei Häfen verteilen ankommende und ausgehende Fracht über Hochseefrachter, die Binnenschifffahrt, mit LKW und mit der Eisenbahn sowie über Pipelines. Über den Hafen von Gent bietet dieser Gemeinschaftshafen auch eine direkte Bahnverbindung mit China an.

Doch auch hier hinterlässt die Coronakrise ihre Spuren. „Vor allem das Behandeln von Massengütern ist zurückgegangen“, so Daan Schalk vom North Sea Port, der einige spezifische Beispiele anführt, wo sich dieser Rückgang am deutlichsten zeigte: „Es war lange kein Flugverkehr möglich. Dadurch sank der Transport von Treibstoff für Flugzeuge, der hier über den Hafen transportiert wird. Es waren auch weniger Lastwagen unterwegs. Was dabei verloren gegangen ist, können wir nicht mehr wettmachen. Und es gab weniger Baustellen. Das kann auch das Bauwesen nicht mehr aufholen.“ 

Kein Grund zur Panik“

Daan Schalk, Management North Sea Port

Auch auf Ebene des Kohleumschlags und der Rohstoffe gab es erhebliche Verluste zu verzeichnen. Daan Schalk hofft, dass sich die Verluste beim Transport von Neuwagen auf Dauer wieder aufholen lassen und nicht zuletzt läuft die Lebensmittelindustrie wieder fast auf vollen Touren, was sich auch im North Sea Port zeigt: „Doch wir haben keinen Grund zur Panik. In den vergangenen 10 Wochen sind die Zahlen niedrig gewesen, doch sie blieben stabil. (…) Wir hatten einen Rückgang von bis zu 11 % eigentlich auch erwartet.“

Man habe diese Entwicklung auch im direkten Kontakt mit allen Kunden einschätzen können, so der Hafenmanager. 2019 war ein Rekordjahr für den Gemeinschaftshafen Gent, Vlissingen und Terneuzen. Bis 2022 will man wieder ähnliche Zahlen erreichen. Hoffnungen werden dabei auf das Umladen von Seeschiffen auf Binnenschiffe gelegt, wo sich bereits eine deutliche Erholung zeigt. 

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