Corona-Statistik: Die Zahl der neuen Infizierungen stagniert weiter

Das staatlich-belgische Gesundheitsamt Sciensano stellt fest, dass die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus Covid-19 auch weiter nicht mehr sinkt. Im Wochendurchschnitt werden aktuell 86 neue Infizierungen errechnet. Alle anderen Werte hingegen gehen zurück. 

Die auf Wochenbasis berechneten Tageswerte in Sachen Coronavirus liegen an diesem Donnerstag bei 86 neuen Infizierungen, bei täglich 10 Krankenhauseinweisungen und bei 3 Sterbefällen. Am Mittwoch lag die durchschnittliche Zahl der Neuinfizierungen bei 85 pro Tag. Dieser Wert verändert sich nur sehr gering und geht nicht mehr zurück, während alle anderen Werte sinken.

Die Virologen zeigen sich besorgt, denn sie stellen fest, dass immer weniger Leute in Belgien das Virus nicht mehr so ernst nehmen, wie eigentlich erforderlich wäre. Inzwischen liegen auch Berechnungen vor, nach denen die meisten Menschen, die sich jetzt noch in Belgien mit Covid-19 infizieren, mehrheitlich Frauen, jüngere Leute zwischen 20 und 30 Jahren und Brüsseler sind.

Virologe Steven Van Gucht, der Leiter von Sciensanio, macht sich noch keine großen Sorgen, schaut jedoch genauer hin: „Es bleibt ein wichtiges Signal, dass das Virus noch da ist und dass wir stets wachsam sein müssen. An sich bleiben unsere Zahlen eigentlich niedrig, wenn man sie mit anderen Ländern in Europa vergleicht.“

Derzeit liegt die Gesamtzahl der mit Covid-19 infizierten Personen in Belgien bei 62.210 Fällen. An den Folgen einer solchen Infizierung sind bisher 9.788 Patienten gestorben. An diesem Donnerstag befinden sich 203 Coronapatienten zur Behandlung in einem Krankenhaus in Belgien (19 % weniger als vor 7 Tagen), von denen 36 Patienten auf einer Intensivstation liegen (11 % weniger als vor 7 Tagen). 

In Brüssel gehören zu den gefährdeten Personenkreisen vor allem die Schwächsten in der Gesellschaft. Die humanitäre Vereinigung „Dokters van de Wereld“ („Ärzte der Welt“) untersuchte auf Bitten der Brüsseler Regionalregierung Obdachlose, sozial schwache Personen und Flüchtlinge. Dabei fanden sie heraus, dass etwa 4 % der Betroffenen Träger des Coronavirus Covid-19 sind oder daran erkrankten. Dieser Wert liegt höher als der belgische Durchschnitt. 

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