Das aktuelle Regenwetter sorgt in Flandern für höhere Grundwasserspiegel

In den vergangenen Tagen und Wochen hat es teilweise heftig und anhaltend geregnet. Das hat in Flandern dafür gesorgt, dass die Grundwasserspiegel nicht mehr so rasch sinken, wie in den trockenen Wochen und Monaten davor. Da es in den kommenden Tagen weiter regnen wird, kann sich der Zustand weiter verbessern. Doch strukturell reicht das nicht aus, um einen weiteren trockenen Sommer zu überbrücken. 

Im April und Mai war es auch in den hiesigen Breitengraden warm und trocken. Dies führte dazu, dass die Grundwasserspiegel im belgischen Bundesland Flandern empfindlich gesunken sind. Doch gerade erholt sich die Lage, denn im Juni gab es für Flandern typische Niederschlagsmengen von durchschnittlich 68,1 mm pro Quadratmeter.

Dadurch sinken die Grundwasserspiegel aktuell nicht mehr so schnell, wie davor. Am 6. Juli zeigten sich an 37 % der Messstationen in Flandern sehr niedrige Spiegel und an weiteren 51 % wurden niedrige Spiegel registriert. Das bedeutet, dass es deutlich weniger Stellen gibt, an denen die Lage bedrohlich ist.

Die Regenfälle im Juni zeigten auch, dass sich die Wasserspiegel an schiffbaren Flüssen und Kanälen in Flandern nach starken Niederschlägen wieder erholen, ohne dass es an trockenen Tagen danach wieder zu sinkenden Pegeln kommt. Hier weisen „nur noch“ 11,7 % der Messpunkte zu niedrige Pegel auf.

Bei der flämischen Umweltbehörde VMM heißt es dazu: „Durch den vorhergesagten Regen werden sich zeitweise höhere Messwerte an den Wasserläufen zeigen, doch die erwarteten Niederschläge reichen nicht aus, um für eine strukturelle Verbesserung zu sorgen.“ Das bedeutet, dass ein möglicher weiterer zu trockener Sommer doch für Probleme sorgen kann.

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