Der Hohe Gesundheitsrat fordert eine Mundmaskenpflicht in Belgiens Geschäften

Die Diskussion über das Verpflichten oder lediglich Empfehlen des Tragens von Mundschutzmasken beim Einkaufen in Geschäften und Warenhäusern ist noch immer nicht zu Ende. Während führende Virologen Fürsprecher einer solchen Verpflichtung sind, zieren sich die Politiker und die Regierung in dieser Frage. Umfragen ergeben aber, dass die Mehrheit der Bevölkerung in Belgien eine solche Maskenpflicht nicht ablehnen würde. Jetzt meldet sich der Hohe Gesundheitsrat und fordert eine solche Maskenpflicht für unser Land.

Der Hohe Gesundheitsrat in Belgien bittet darum, dass das Tragen von Mundschutzmasken in den Geschäften zur Pflicht wird. Dies soll sowohl die Kunden, als auch die Beschäftigten im Einzelhandel besser vor dem Coronavirus schützen. In einer Mitteilung des Rates heißt es denn auch: „Eine Mundmaske schützt zum einen andere und sie erinnert den Träger und seine Umgebung daran, dass das Coronavirus noch nicht verschwunden ist.“

Der Hohe Gesundheitsrat verweist in seiner Empfehlung auch auf wissenschaftliche Daten, die den Nutzen des Tragens von Mundmasken beweisen und die eine Notlage in Sachen Volkgesundheit belegen. In den VRT-Mittagsnachrichten sagte Nicolas Van Laerebeke von Hohen Gesundheitsrat, dass solche Mundmasken vor allem mikroskopisch kleine Tröpfchen aufhalten können, z.B. wenn ein Träger hustet oder nießen muss. 

Solche Masken sind vor allem in geschlossenen Räumen nützlich, so Van Laerebeke, denn dort können sich diese Mikrotröpfchen in der Luft bewegen. Doch der Gesundheitsrat fordert nicht nur das Tragen von Mundmasken beim Einkaufen, sondern er erinnert einmal mehr an das Einhalten der Basisregeln gegen das Verbreiten des Coronavirus.

Diese Regeln lauten: 1,5 Meter Abstand zwischen zwei Personen, häufiges Händewaschen, in den Ellenbogen husten oder nießen, Papiertaschentücher nutzen und so oft wie möglich in geschlossenen Räumen für frische Luft sorgen.

Ob sich die Regierung für eine solche Maskenpflicht entscheidet, bleibt abzuwarten. Am kommenden Mittwoch, den 15. Juli, trifft sich der Nationale Sicherheitsrat in Brüssel, um die geltenden Corona-Maßnahmen eventuell anzupassen. Das kann auch bedeuten, dass es zu weiteren Lockerungen kommt, aber unter Umständen auch zur Rücknahme einiger Erleichterungen. Das wiederum hängt mit der Entwicklung der Corona-Statistiken zusammen. 

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