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Kehrtwende: Rückkehrer aus Regionen, die als "orange Zonen" bezeichnet sind, gelten doch als Hochrisiko-Kontakte

Reisende und andere Personen, die aus einer von der belgischen Regierung in ihren Reisewarnungen als "orange Zone" heimkehren, galten im Laufe des Dienstags zuerst nicht länger als Hochrisiko-Kontakte. Dies teilten das belgische Außenamt und die staatliche Gesundheitsbehörde Sciensano mit. Das bedeutete bis dahin, dass sich die Betroffenen nicht in Quarantäne oder sich auf Covid-19 testen lassen mussten. Doch am frühen Abend galt plötzlich das Gegenteil.

Betroffene werden dann doch dazu aufgerufen, sich bei der Rückkehr aus "orangen" Ländern oder Regionen auf Covid-19 testen zu lassen und sich in Quarantäne zu begeben. Das Außenministerium begründete diese Kehrtwendung mit einer "politischen Entscheidung". Das Ministerium teilte dazu auch mit, dass die Kontrolle und die Handhabe dieser dann doch verpflichteten Tests und Quarantäne bei den Ländern und Regionen liegt. 

Die Regierung folgt damit den Empfehlungen der Virologen und der Epidemiologen, die dies von Anfang an gefordert haben. Allerdings ärgern sich diese jetzt über das Hin und Her, dass betroffene Reisende unnötig verwirre. Der Virologe Marc Van Ranst sagte dazu in den VRT-Abendnachrichten, dass man so etwas keinem mehr verständlich machen könne: "Jeder handelt mit den besten Zielen. Daran mangelt es nicht. Das Problem ist aber, dass wir ein Orchester ohne Dirigenten haben, bei dem jeder seine eigene Partitur spielt. Dann bekommt man Probleme..."

Und Luxemburg? 

 

Inzwischen hat das belgische Außenamt auch einige weitere Corona-Reisewarnungen und -empfehlungen angepasst (siehe nebenstehenden Beitrag und den darin enthaltenen Link).

Probleme in dieser Hinsicht wurden zunächst auch im kleinen Grenz- und Pendlerverkehr zwischen Belgien und Luxemburg erwartet, denn Teile des Großherzogtums wurden von den hiesigen Behörden nach steigenden Infektionszahlen als „orange Zone“ deklariert.

Doch das bedeutet nicht, dass es in dieser Hinsicht zu Problemen für die Betroffenen kommt. Zudem soll dies nicht für das ganze Land gelten, sondern lediglich für die Region um die Hauptstadt Luxemburg, wie der belgische Rundfunk in deutscher Sprache, BRF, dazu meldet. 

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