Viel größer und interaktiv: In Ostende wurde das neue Ensor-Haus eröffnet

Seit dem 14. Juli ist das neue Ensor-Haus in Ostende wieder für die Besucher geöffnet. Das frühere Wohnhaus des Malers James Ensor (1860-1949), in dem sich das Museum befindet, wurde um das viel größere Nachbarhaus erweitert und hat sich zu einem interaktiven Zentrum gemausert, in dem auch Familien willkommen sind. Bei der Eröffnungsausstellung „Ensor und Ostende“ ist das Original des Werks „Die Bäder von Ostende“ zu sehen, das sonst im KMSK in Gent hängt (Illustration unten).

James Ensor hat fast sein gesamtes Leben in Ostende gewohnt und gearbeitet. Von 1917 bis zu seinem Tod 1949 wohnte er über einem Souvenirladen in der Vlaanderenstraat. Dieses Haus konnte man früher besichtigen.

Doch mit der Neueröffnung ist aus dem kleinen Ensor-Haus ein richtiges Museum geworden, das den heutigen Ansprüchen an ein Kunstmuseum mit pädagogischem Auftrag entspricht. Die Einrichtung wurde um das Nebengebäude, ein viel größeres ehemaliges Hotel an der Ecke Vlaanderenstraat/Van Iseghemlaan, ergänzt.

"Die Bäder von Ostende"

Die Eröffnungsausstellung im neuen Ausstellungsraum im neuen Gebäudeteil trägt den Titel „Ensor in Ostende“ und wird noch bis zum 27. September laufen. Diese Ausstellung befasst sich konkret mit Ensors Schaffen rund um seine Stadt. Kurator Xavier Tricot, ein ausgewiesener Ensor-Spezialist, suchte dazu rund 30 Werke aus, die zum Teil aus Privatsammlungen kommen und dementsprechend selten öffentlich zu sehen sind.

Prunkstück dieser Ausstellung ist zweifellos das Originalwerk „Die Bäder von Ostende“, ein Gemälde, das eigentlich zur Sammlung des Königlichen Museums für Schöne Künste (KMSK) in Gent gehört. Dieses Bild ist damit noch einmal für eine kurze Zeit in seiner Heimatstadt…

Info: Ensor-Haus, Vlaanderenstraat 29, 8400 Ostende. „Ensor und Ostende“, noch bis zum 27. September 2020: www.ensorstad.be oder visitostende.be

"Die Bäder von Ostende", James Ensor
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