Für Quereinsteiger ins Lehramt: Dienstalter von 8 Jahren und 300 Euro mehr Gehalt

Wer von einem anderen Beruf ins Lehramt geht, um ein Fach zu unterrichten, in dem Lehrkräftemangel herrscht, bekommt ab dem nächsten Schuljahr acht Jahre Dienstalter angerechnet. Die Dienstalterjahre können auf dem Gehaltszettel sofort 300 Euro mehr ausmachen. 

Um den Lehrermangel in bestimmten Fächern zu bekämpfen, hat der flämische Unterrichtsminister Ben Weyts eine neue Dienstalterregelung getroffen. Wer aus der Privatwirtschaft in den Lehrerberuf einsteigt, bekommt auf Anhieb acht Dienstalterjahre angerechnet und das zahlt sich am Ende des Monats ausdeutet.

„Für eine neue Lehrkraft mit acht Dienstalterjahren kann diese Maßnahme rund 220 Euro netto zusätzlich bedeuten. Für einen Master in Mathematik, der acht Jahre Dienstalter aufgebaut hat, kann der Vorteil bis über 300 Euro netto zusätzlich pro Monat bedeuten.

Akuter Lehrkräftemangel in bestimmten Fächern

In Flandern ist der Lehrkräftemangel insbesondere akut in Niederländisch, Niederländisch für Anfänger, Mathematik, Baukunde, Elektrizität, Holzkunde, Mechanik sowie in Handelsniederländisch und –Französisch.

Eine vorteilhafte Regelung war bereits für den Technischen und Berufsschulunterricht eingeführt worden. Die neue Regelung kommt ab September auch im Allgemeinen Sekundarschulunterricht und in der Grundschule zur Anwendung.

Das flämische Unterrichtsministerium stellt 1,3 Millionen Euro für diese Maßnahme zur Verfügung.

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