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2019 ist die Anzahl der CO-Vergiftungen gestiegen

Im vergangenen Jahr sind 29 Menschen an den Folgen einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. 2018 waren 21 tödliche CO-Vergiftungen registriert worden. Die Anzahl Unfälle dagegen ist leicht gesunken. Die Zahlen hat das Antigiftzentrum mitgeteilt.

Das Einatmen von Kohlenmonoxid verursacht jedes Jahr Hunderte Opfer und stellt die häufigste Ursache bei einem nicht vorsätzlichen Tod vor.

CO ist ein Gas, das u. a. bei nicht gut funktionierenden Heizkessel freigesetzt wird. Das sehr giftige Rauchgas ist unsichtbar und geruchs- oder geschmackfrei.

Obwohl die Anzahl Unfälle auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen gesunken ist (von 371 auf 340), stieg die Todesrate 2019 um 30 Prozent (von 21 auf 29 Todesopfer).

Dr. Dominique Vandijck vom Antigiftzentrum erklärt die Entwicklung damit, dass noch stets schlecht funktionierende Verbrennungskessel im Umlauf und die Wartungen mangelhaft sind. Viele Menschen wissen auch nicht über die Alarmzeichen Bescheid.

Geringe Konzentrationen Kohlenmonoxid lösen Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit aus: „Bei manchen Personen stellt sich Kurzatmigkeit und Verwirrung ein“, warnt Dr. Vandijck. Höhere Konzentrationen des Gifts können zum Koma oder einem Atemstillstand führen.“

Türen und Fenster öffnen

„Bei den ersten Symptomen muss man alle Türen und Fenster öffnen und den Raum gut lüften“, rät die Ärztin vom Antigiftzentrum: „Und dann sollte man sofort den Raum verlassen.“

Heizkessel sollten einmal pro Jahr von einem anerkannten Installateur gewartet und ein Kamin einmal pro Jahr gereinigt werden.

„Im Sommer sollte man den noch schwelenden Grill nicht in der Garage oder Veranda unterstellen, selbst dann nicht, wenn diese Räume offen sind.“

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