Wegen der Coronakrise: Keine großen Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag

In Brüssel begannen die Feiern zum diesjährigen belgischen Nationalfeiertag am Dienstagmorgen mit einem feierlichen Te Deum in der Brüsseler Kathedrale. Normalerweise wohnen neben der Königsfamilie etwa 1000 geladene Gäste und ranghohe Persönlichkeiten dem Gottesdienst bei. Dieses durften wegen der Abstandsregel nur 100 kommen. Zu Beginn des Te Deum wurde mit drei Schweigeminuten der fast 10.000 belgischen Coronatoten gedacht. Dieses Jahr steht der 21. Juli ganz im Zeichen der Hilfs- und Pflegkräfte.

Seit 14:00 findet vor dem Königspalast eine im Fernsehen und Internet live übertragene deutlich abgespeckte Zeremonie mit nur 200 Gästen statt sonst 2000 statt. Am Himmel fliegen dann neun F16-Kampfjets und ein Hubschrauber. Die üblicher Militärparade fällt aus und der Palast darf auch nicht besichtigt werden.

Im Mittelpunkt der Festlichkeiten stehen alle „Helden“ der Coronakrise, also vor allem die Pflegekräfte. Das Ende des zweiten Weltkriegs und die Befreiung Belgiens vor 75 Jahren ist ein weiterer Schwerpunkt des diesjährigen Nationalfeiertags. Deshalb fahren historische Fahrzeuge durch Brüssel und zum Abschluss des Tages treten belgische Künstler wie Adamo, Ozark Henry und Selah Sue auf.

Ab 17:00 Uhr spielt der belgische DJ Lost Frequencies auf dem Dach des Königspalastes einen Set und ab 19:00 Uhr wird ein Elektrokonzert aus einer Kugel des Atomiums ausgestrahlt.

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Radio 2
Nicolas Maeterlinck

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