Minister De Croo (Open VLD) reagiert erleichtert nach Einigung mit der Lufthansa über Brussels Airlines

Am Dienstag haben die belgische Regierung und die Lufthansa eine Einigung über ein Darlehen erreicht, das die Zukunft von Brussels Airlines garantieren soll. Ein wichtiger Schritt für die Mitarbeiter der Fluggesellschaft, die zu hundert Prozent der Lufthansa gehört, und für Brussels Airport. Der Vizepremierminister betont, dass es sich um ein Darlehen handelt und nicht um eine Beihilfe. De Croo konnte auch ein Preclearance-Abkommen mit den US-Behörden aushandeln: Wer von Brüssel aus in die USA fliegt, darf die Grenzformalitäten bereits in Brüssel ausfüllen.

Das Darlehen soll Brussels Airlines helfen, sich nach der Krise neu zu strukturieren und zu entfalten. „Das ist kein Blanko-Scheck“, sagte De Croo am Mittwochmorgen gegenüber der VRT: „Diese Entscheidung geht alle an. Belgien und Brüssel haben eine Sonderposition in der Welt und Brüssel spielt eine politische und wirtschaftliche Hauptrolle.“

Die belgischen Behörden behalten auch ein Druckmittel in der Hand: Die Aktien der Fluggesellschaft bürgen für die Rückzahlung. Wenn Brussels Airlines die Raten nicht abbezahlen kann, wird die Regierung Anteilhaber, obwohl wir dies nicht unbedingt wünschen, so De Croo.

USA-Flüge: Preclearance auf Brussels Airport

Ein von De Croo ausgehandeltes Abkommen mit den US-amerikanischen Behörden gestattet Flugreisenden in die USA, ihre Zoll- und Einreiseformalitäten bereits auf Brussels Airport zu erledigen. In diesem Rahmen werden 30 US-Zollbeamte in Brüssel stationiert.

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