Nationaler Sicherheitsrat verschärft Corona-Maßnahmen: Maskenpflicht ab Samstag

Wegen des rapiden Anstiegs der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus hat der Nationale Sicherheitsrat beschlossen, eine Reihe von Gesundheitsschutzmaßnahmen zu verschärfen. Insbesondere wird strenger auf die Maskenpflicht geachtet: Diese gilt fortan überall dort, wo viele Leute zusammenkommen. Die lokalen Behörden können gleichzeitig zusätzliche Vorschriften verhängen, sofern ein Infektionsherd in ihrem Bezirk festgestellt wird.

Ab Samstag wird das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes noch ausgedehnt. Die Maske ist bereits Pflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Friseur, im Kino und Theater, in Konzertsälen und Bibliotheken, in Banken und Geschäften. Die Vorschrift wird jetzt auch in den Einkaufsstraßen und in den Gaststätten eingeführt. Im Restaurant darf die Maske nur am Platz abgenommen werden.

Die lokalen Behörden sind aufgefordert, Listen von den Orten zu erstellen, an denen die Maskenpflicht gilt.

In den Restaurants und Kneipen muss ab Samstag eine Person per Tisch ihre E-Mail-Adresse und Telefonnummer angeben. Diese Vorschrift erfordert noch eine Anpassung der Datenschutzbestimmungen. Gleichzeitig wird die Regierung mehr Kontrollen über die Einhaltung der Regeln in den Gaststätten durchführen. 

Die Bundesregierung hat ebenfalls beschlossen, dass jeder Reiserückkehrer, egal, ob er aus einem Risikogebiet kommt oder nicht, ein Online-Formular ausfüllen muss. Das Formular wird in wenigen Tagen verfügbar sein, sagte Premierministerin Wilmès (MR) auf der Pressekonferenz. Sie rief Urlauber auf, die Gesundheitsschutzmaßnahmen ebenfalls im Urlaub zu beachten und die ganze Anstrengungen nicht wegen ein paar Vergnügungsstunden an einer Bar oder am Strand über Bord zu werfen.

Die Stadt- und Gemeindeverwaltungen werden zusätzliche Regelungen einführen, die von einer Besuchseinschränkung für ein Seniorenheim bis zu Sperrstunden für Lokale und der Quarantäne für eine ganze Stadt reichen können. Diese Regelungen müssen in Absprache mit den Bundes-behörden und dem Provinzgouverneur getroffen werden.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten