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Corona-Kontrolle eskaliert: Polizist schlägt 38-jährigen Mann, Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines Vorfalls, der sich gestern Abend in einem Skatepark in der westflämischen Kleinstadt Roeselare ereignete. Dort schlug ein Polizist einen 38-Jährigen, der keine Mundmaske trug, obschon das dort Pflicht ist. Der Mann bekam eine Ohrfeige, und der Offizier setzte Pfefferspray ein. 

Der Mann trug keine Mundmaske, und als er nach seinem Personalausweis gefragt wurde, kam es zu einem Konflikt mit dem Polizisten. Der Mann beschimpfte diesen als Nazi und weigerte sich weiterhin seinen Ausweis zu zeigen.

In einem Video in sozialen Medien ist zu sehen,  wie der Polizist zuschlägt und den Mann zu Boden zerrt. Einige andere Jugendliche filmten, wie der Polizist auch Pfefferspray einsetzt.

"Es wurde eine Akte angelegt, und wir werden wegen des Vorfalls ermitteln", erklärte die Staatsanwaltschaft von Westflandern. "Es wird auch eine interne disziplinarische Untersuchung des Verhaltens des Polizisten geben." So sollen auch die Aufnahmen der Überwachungskameras im Skatepark gesichtet werden, um ein objektives Bild des Geschehens zu ermöglichen.

Es ist wichtig, wieder Respekt zu zeigen für die Polizei, für die Regeln und für die Mitmenschen
Kris Declercq (CD&V), Bürgermeister von Roeselare

"Nachdem ich die Bilder gesehen hatte, habe ich mich sofort mit dem Polizeichef in Verbindung gesetzt, um eine objektive Untersuchung einzuleiten", reagiert Kris Declercq (CD&V), der christdemokratische Bürgermeister von Roeselare. "Ich werde dies aufmerksam verfolgen. Ich möchte an alle appellieren, in diesen schwierigen Zeiten alle zu respektieren. Gewalt und die Nichteinhaltung der Regeln können ohnehin nicht geduldet werden. Der Kampf gegen Corona wird nur gemeinsam funktionieren".

„Es ist wichtig, wieder Respekt zu zeigen für die Polizei, für die Regeln und für die Mitmenschen“, so Bürgermeister Declercq weiter. „Gewalt und Nichtbeachtung der Regeln ist natürlich nie zu billigen, aber Fluchen und Schläge bringen uns auch nicht weiter. Das Coronavirus darf nicht dazu führen, dass es zu einem Kurzschluss der Gesellschaft und unserer Menschlichkeit kommt.“

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