Cathy Bex, Gouverneurin der Provinz Antwerpen

Nach Krisensitzung: Provinz Antwerpen fordert Einwohner auf, Kontakte einzuschränken

Die Provinz Antwerpen verschärft die Corona-Maßnahmen, um die zweite Welle der Pandemie einzudämmen, weil diese hier besonders hart zuschlägt.  Die Einwohner in der gesamten Provinz Antwerpen und in der Stadt Antwerpen dürfen sich in den nächsten vier Wochen nur mit höchstens zehn Personen treffen und enge Kontakte mit ihnen pflegen.

Dieser Schritt erfolgt nach einem erneuten Ausbruch der Pandemie in Antwerpen, wo die Fallzahlen weitaus schneller steigen als in anderen Teilen Belgiens.  Die Provinzbehörden hoffen, dass die strikte Einhaltung bestehender und neuer, verschärfter Einschränkungen und eine stärkere Kontrolle dazu führen werden, dass eine neue Light-Version des Lockdown nicht notwendig werden muss.

Folgende verschärfte Richtlinien wurden während der Krisensitzung, die die Provinzgouverneurin Cathy Bex (Foto) am Samstagnachmittag einberufen hatte, beschlossen:

  • Jeder Einwohner der Provinz Antwerpen wird dringend gebeten, die Namen, Adressen und Telefonnummern seiner zehn engen Kontaktpersonen für die nächsten vier Wochen zu notieren.
  • Auch innerhalb dieser so genannten Kontakt-Blase von zehn Personen ist auf Sicherheitsabstand zu achten.
  • Versammlungen von mehr als zehn Personen sind in der Öffentlichkeit nicht mehr erlaubt.
  • Alle privaten Feiern und Feste sind zu verschieben.
  • Das Tragen einer Mundmaske ist in der ganzen Provinz an allen belebten Orten für alle Personen ab 12 Jahren Pflicht.
  • Bei der Organisation und Durchführung von Corona-Tests soll zwischen Personen unterschieden werden, die aus medizinischen Gründen dringend getestet werden müssen, und asymptomatischen Personen, die aus persönlichen Gründen einen Test beantragen (Angst nach Kontakt mit einer Covid-positiv getesteten Person, Urlaub, auf Wunsch des Arbeitgebers,...)  Die Zahl der Praxen von Allgemeinmedizinern wird erhöht, die Unterstützung bei der Durchführung von Tests anbieten.
  • Die Krisenzelle der Provinz setzt sich auch für eine striktere und strengere Durchsetzung nationaler und lokaler Corona-Richtlinien ein.
  • Die Polizei wird sich vor allem auf die Einhaltung der Richtlinien im Gaststättengewerbe (Abstandsregeln, Mundmasken und Meldepflicht) konzentrieren.
  • Alle Gemeinden werden auch aufgefordert, diese Maßnahmen in die örtlichen Polizeivorschriften aufzunehmen, damit sie mit dem Instrument der kommunalen Verwaltungsstrafen durchgesetzt werden können.

"Nur wenn alle konsequent an allen Maßnahmen festhalten, kann es uns gemeinsam gelingen, dass die Zahl der Infektionen in den Statistiken in vier Wochen deutlich zurückgeht", so die Krisenzelle. 

"Die strikte Einhaltung bestehender und örtlich strengerer Maßnahmen in Verbindung mit einer konsequenten und rigorosen Durchsetzung wird sicherstellen, dass wir nicht über einen weichen Lockdown diskutieren oder diskutieren müssen.  Wir wollen dieses Szenario vermeiden, jeder will es um jeden Preis vermeiden".

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