Biostatiker Geert Molenberghs: "Eine offene Kontakt-Blase ist unter diesen Bedingungen fatal"

"Wir müssen jetzt handeln und schnell neue Maßnahmen ergreifen. Wir hoffen, dass der Sicherheitsrat dies tut". Das sagt der Biostatistiker Geert Molenberghs (Foto) am Mittag in den VRT NWS-Fernsehnachrichten. Insbesondere muss die sogenannte Kontakt-Blase – die 15 Personen die jeder maximal pro Woche treffen darf - verkleinert werden: "Das ist sehr wichtig, die sozialen Kontakte müssen begrenzt werden, ohne sie wieder auf Null zu bringen".

Denn, wie Molenberghs sagt: "Eine offene Kontakt-Blase ist unter diesen Umständen fatal. Der Unterschied liegt nicht in der Anzahl der Personen. Wichtiger ist es, dass nur noch die gleiche Personengruppe erlaubt wird. Wenn wir diese soziale Blase auf diese Weise begrenzen, können wir die Zahl der Krankenhauseinweisungen um 50 bis 90 Prozent reduzieren. Dieses Virus lässt uns nur sehr wenig Zeit".

Mit einer unveränderten Politik könnten wir am 10. August 1.000 Infektionen pro Tag haben, betont der Biostatiker. Besonders wichtig ist es, die sogenannten Superspreader (dt.: Superverbeiter) zu finden.

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