Unzufrieden über Corona-Krisenmanagement: Mann wirft Molotow-Cocktail auf Parlamentsgebäude

In Brüssel ist am Montag ein Mann verhaftet worden, der ein Molotow-Cocktail auf das Parlamentsgebäude geworfen hatte. Im Verhör erklärte er, unzufrieden über das Management der Corona-Krise zu sein. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung fand die Polizei Dokumente, die belegen sollen, dass er extremistische Überzeugungen habe.

Der 36-jährige Mann aus Sint-Truiden warf Montag gegen 13.30 Uhr eine selbstgebaute Brandbombe auf das Bundesparlamentsgebäude in Brüssel. Dabei entstand Sachschaden am Gitter und an geparkten Fahrzeugen.

Die Aktion hatte der Mann in den sozialen Medien mit einem Foto von einem Molotow-Cocktail und folgendem Wortlaut angekündigt: „Deswegen ist es Zeit, Gehör zu finden. Für Flandern, für junge, alte, schwarze, braune, weiße Leute. Geben Sie sich nicht zu erkennen.“ Auch auf Twitter hatte der Mann gegen die Vorgehensweise in der Corona-Krise protestiert.

„Bei einer Hausdurchsuchung konnten Dokumenten beschlagnahmt werden, die seine extremistischen Überzeugungen belegen“, teilte Dennis Goeman von der Brüsseler Staatsanwaltschaft mit: „Er hat aus Vergeltung gegen die Politik gehandelt, die er für die desolate Verwaltung der gegenwärtigen Gesundheitskrise verantwortlich macht.“.

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