Wegen Corona wurden aus der Segelreise von drei Wochen … fünf Monate

Ein Mann aus Gent war Ende Februar zu einer Segelreise von drei Wochen an Bord der „De Avontuur“ aufgebrochen. Weil in der Zwischenzeit die Corona-Epidemie ausbrach, war Christiaan De Beukelaer ganze fünf Monate auf See, bevor er wieder an Land durfte.

Die 12-köpfige Bemannung war Ende Februar von Teneriffa aus zu einer Forschungsreise aufgebrochen, um zu untersuchen, inwiefern Fracht mit Segelschiffen statt mit umweltbelastenden Frachtschiffen transportiert werden kann.

„Mitten auf dem Atlantischen Ozean haben wir einen Bericht von der Reederei erhalten. Wir wurden informiert, dass die Welt sich vollkommen verändert habe“, erzählt De Beukelaer. Das Segelschiff durfte nur noch auf Guadeloupe anlegen, um Proviant an Bord zu holen, musste danach aber wieder sofort abfahren. Wir sind dann weiter nach Mexiko, Honduras und Belize gesegelt. Aber auch dort durften wir nicht an Land.“

Nur in Horta wurde die Bemannung – nach vier Monaten auf See – für einige Tage an Land gelassen.

Das Segelschiff stand nur über Satellit mit der Außenwelt in Kontakt. Die Internetverbindung war sehr teuer und wurde nur begrenzt genutzt. Die Flut an Berichten über die Pandemie war der Bemannung entgangen. Der Kontrast zwischen Teneriffa, wo Ende Februar Karneval gefeiert worden war, und Honduras, wo die Beamten Handschuhe und Mundschutz trugen, war unglaublich, erinnert sich der Forscher aus Gent.

Melbourne

Christiaan De Beukelaere ist inzwischen wieder an Land, aber noch nicht zu Hause in Melbourne/Australien. Zuerst muss der Genter nach Sidney fliegen, dort 14 Tage in Quarantäne bleiben, bevor er nach Melbourne weiterfliegen darf. 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten