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Hauptquartier der US-Truppen in Europa zieht nach Belgien

Die USA wollen das europäische Hauptquartier der US-Truppen nach Mons in Belgien verlegen. Das würde auch einen Zuzug von 1.000 US-amerikanischen Soldatinnen und Soldaten bedeuten. Mittelfristig sollen die USA auch eine neue Militärbasis bei Mons bauen, so erfuhr der VRT-Verteidigungsspezialist Jens Franssen.

Der neue Stützpunkt der US-Truppen in Europa wird in der Nähe des SHAPE, dem militärischen Hautquartier der NATO, liegen: „Wenn die Amerikaner ihren Stützpunkt in den nächsten Jahren tatsächlich in die Wallonie verlegen, ist das eine gute Sache für Mons und Umgebung. Dies würde bedeuten, dass das europäische Hauptquartier der NATO auch mit Sicherheit an seinem jetzigen Standort bleibt“, schlussfolgert Franssen.

Abzug aus Deutschland kann zum Teil schnell gehen

Die Entscheidung, das US-amerikanische Hauptquartier von Stuttgart nach Belgien zu verlegen ist; eine Entscheidung von Präsident Donald Trump. Aus Deutschland werden 11.900 Soldaten und Soldatinnen abgezogen, wie US-Außenminister Mark Esper am Mittwoch bekanntgab.

Den Abzug aus Deutschland begründet der US-Präsident damit, dass Deutschland zu wenig an die NATO zahle und von den USA auf Handelsebene profitiere.

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Bereits im Juni hatte Trump angekündigt, er wolle rund 10.000 Soldatinnen und Soldaten von den insgesamt 36.000 Stationierten in Deutschland abziehen und diese neu aufstellen. Schlussendlich werden die USA mehr Militärs umverteilen.

Rund 6.400 Militärs kehren in die USA zurück. Weitere 5.400 Soldatinnen und Soldaten werden in andere NATO-Länder verlegt. Ein Teil kommt nach Belgien und Italien. Weitere Truppen werden in Polen und in den Baltischen Staaten aufgestellt.

US-Außenminister Esper verteidigte die Pläne des Präsidenten, da sie die NATO „verstärken“, die „Abschreckung gegenüber Russland erhöhen“, die Alliierten „beruhigen“ und die „strategische amerikanische Flexibilität verbesseren“.

Der Truppenabzug soll „so schnell wie möglich“ ausgeführt werden. Gewisse Teile sind binnen einiger Wochen möglich, andere können mehrere Jahre erfordern, so Esper. 

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