Brüssel und die Corona-Epidemie: Die Infektionsfälle steigen, die neue Woche wird entscheidend

Nachdem sich die Corona-Neuinfektionen in Antwerpen zum ersten Mal seit 17 Tagen stabilisieren, scheint die zweite Infektionswelle jetzt auch auf Brüssel überzuschwappen. Die neue Woche wird entscheidend, so die Gesundheitsexperten der Volksgesundheitsbehörde Sciensano.

Seit zwei Tagen klettern die Corona-Zahlen für die Region Brüssel-Hauptstadt in die Höhe. Professor Boudewijn Catry von Sciensano bezeichnet die Entwicklung in Brüssel als besorgniserregend, auch wenn der wöchentliche Durchschnitt an Neuinfektionen (44 im Schnitt/Tag in den letzten zwei Wochen) vorläufig stabil bleibt. „Allerdings nehmen die Corona-Fälle in Brüssel, die noch in die Statistiken aufgenommen werden müssen, in den letzten Tagen unaufhörlich zu."

Auch in anderen Städten, u. a. Lüttich und Verviers, werden Zunahmen der Corona-Fälle registriert, wenn auch nicht in der Größenordnung wie zuletzt in Antwerpen.

Catry bezeichnete Antwerpen als einen Vorläufer für die zweite Corona-Infektionswelle, genau wie Mons und Limburg es für die erste Welle waren.

In Antwerpen sinkt die durchschnittliche Anzahl Neuinfektionen erstmals in den letzten 17 Tagen. Ein Trend, der wohl noch bestätigt werden muss. Die Zahl der (oft) schwer kranken Corona-Patienten, die im Krankenhaus aufgenommen werden müssen, nimmt weiter zu.

Strengere Handhabung der Maskenpflicht

Auch in der Region Brüssel haben mehrere Gemeinden ihre Polizeidienste angewiesen, Ordnungsstrafen für Maskenverweigerer zu verhängen. Statt zu informieren, will man jetzt sanktionieren, erklärte der Brüsseler Bürgermeister Philippe Close am Samstag in einem Tweet.

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