Flip Franssen

Obsternte in Limburg: Coronamaßnahmen für die Saisonarbeiter

Die Provinz Limburg hat einige besondere Maßnahmen zum Schutz der Erntehelfer aus dem Ausland vor dem Coronavirus erlassen. Im August reisen viele Saisonarbeiter aus Polen, Rumänien und Bulgarien oder auch aus Spanien zu den Obst- und Früchteanbaugebieten im Haspengau an, um dort bei der bevorstehenden Ernte zu helfen. 

Erntehelfer, die aus Ländern kommen, die in Belgien als „rote“ oder „orange“ Zone in Sachen Covid-19 gelten, müssen bei Ankunft in Limburg getestet werden und müssen bis zum Bekanntwerden des Testresultats in Quarantäne gehen. Ist der Test negativ und der Betroffene erweist sich als nicht infiziert, übernimmt der Arbeitgeber die Verantwortung für den Saisonarbeiter auf seinen Feldern und in den Quartieren.

Für Limburgs Provinzgouverneur Michel Carlier ist es logisch, dass die Obstbauern, die die ausländischen Erntehelfer beschäftigten, auch die Verantwortung für diese übernimmt: „Sie müssen jeden Tag die Temperatur der Arbeiter messen. Beim kleinsten Hinweis auf eine Corona-Infizierung müssen sie einen Arzt rufen. Wir wollen die Gruppen der Erntehelfer so klein wie möglich halten. Sie sollen eine Blase von höchstens 10 Arbeitern bilden.“

Für die Obstbauern aus der Region Haspengau in Limburg, quasi der „belgische Obstkorb“, bedeutet dies etwas mehr Arbeit, doch diese hält sich in Grenzen. Schließlich gilt es, den Ertrag zu ernten, denn sonst bleiben Birnen und Äpfel an den Bäumen hängen und verfaulen. Problematisch ist nur der Transport der Arbeiter zwischen deren Quartieren und den Feldern. Manche hiesigen Landwirte und Obstbauern beschäftigen bis zu 200 Erntehelfer und die müssen jetzt in ihren 10er-Gruppen befördert werden… 

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