© Kees van de Veen

Flandern hat bereits 18 Millionen € an Corona-Prämien zurückgefordert

Die flämischen Behörden haben bereits 18 Millionen an ausgezahlten Corona-Prämien zurückgefordert. Die Prämie unterstützt Unternehmen, die wegen der Corona-Krise Verluste gemacht haben. Flandern hat bislang rund 1,3 Milliarden € an Prämien gezahlt.

Rund 1 Prozent unberechtigte Anfragen entspricht den Erwartungen, erklärt Mark Andries von der Behörde Vlaams Agentschap Innoveren en Ondernemen (VLAIO): „Wir wussten von den Schlupflöchern, um die Prämie unberechtigterweise anzufordern.“

Die Behörde hatte gezielte Kontrollen bereits im Vorfeld eingeplant: „Die Kontrollen lohnen sich“, stellt Andries fest, der davon ausgeht, dass noch mehr gezahlte Prämien zurückgefordert werden. In den kommenden Wochen und Monaten wird die Behörde weitere Kontrollen ausführen.

Insgesamt wurde das Geld in 2176 Fällen zurückgefordert.

Anfang Juli hatten 200.000 Selbstständige eine finanzielle Hilfe von den Behörden in Flandern angefragt. Die 4.000 Euro teure Corona-Ausfallprämie wurde 132.000 Mal angefragt. Diese kann mit einer Tagesprämie von 160 Euro pro Tag ergänzt werden. Von den Anfragen wurden 104.000 Dossiers bewilligt.

Rund 20.000 Anfragen wurden von Gaststätten eingereicht. Die Mehrheit der Dossiers wurde für Unternehmen in Antwerpen angelegt, gefolgt von Westflandern.

In sechs von zehn Fällen handelt es sich um selbstständige Betriebe ohne Personal.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten