LIEVEN VAN ASSCHE

Nach dem gewaltsamen Tod von Ex-Bürgermeisterin Ilse Uyttersprot bleibt der Tatverdächtige in U-Haft

Der Untersuchungsrichter hat am Mittwoch Haftbefehl wegen des Verdachts auf Mord an der früheren Bürgermeisterin von Aalst erlassen. Der Tatverdächtige, ihr Lebensgefährte, hatte sich nach der Tat gestellt. Seine Anwältin bestreitet die vorsätzliche Tötung.

Nachdem am Mittwochmorgen auch eine Autopsie vorgenommen worden war, hat der Untersuchungsrichter von Dendermonde einen Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass die bei der Autopsie festgestellten Verletzungen auf eine vorsätzliche Tat schließen lassen würden.

Die Anwältin des Tatverdächtigen, Krist“l De Paepe, bestreitet die geplante Tötung durch ihren Mandanten: „Die Tat ist in ein paar Sekunden oder Minuten geschehen. Er war sich dessen bewusst. Er hat sich angezogen und ist zur Polizei gegangen, um sich zu stellen. Er weiß, dass sein Leben jetzt vorbei ist. Er hat sich damit abgefunden und bereut, was er getan hat.“

Es habe Beziehungsproblem zwischen den beiden gegeben, sagte die Anwältin des Tatverdächtigen: „Beide waren vorige Woche beim Psychiater. Er hatte depressive Neigungen, weil er weniger Arbeit hatte.“

Der Tatverdächtige, ein 49-Jähriger aus Aalst, war seit drei Monaten mit Ilse Uyttersprot (53 Jahre) zusammen. Vor vielen Jahren war er bereits wegen Partnergewalt und Stalking verurteilt worden.

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