67 mit Covid-19 infizierte Arbeiter bei Westvlees, darunter mehrere Franzosen

Inzwischen ist bei 67 der 225 Mitarbeiter bei Westvlees in Westflandern, die auf Corona getestet worden, ein positiver Test herausgekommen. 19 der Betroffenen kommen aus Nordfrankreich oder aus Wallonien. Doch das Unternehmen soll nicht vollständig geschlossen werden, so der Bürgermeister von Westrozebeke bei Staden, wo das Unternehmen seinen Sitz hat. Westvlees ist nicht das einzige Unternehmen in Flandern, das Probleme mit dem Virus hat.

Man sei zwar besorgt, doch es herrsche keine Panik, sagte Bürgermeister Francesco Vanderjeugd (Open VLD) dazu. Das Unternehmen werde vorerst nicht stillgelegt, sondern nur die betroffene Fleischschneide-Abteilung bleibe geschlossen. 

Über die Ursache der Verbreitung des Virus in diesem fleischverarbeitenden Unternehmen wird noch spekuliert. Einige der betroffenen Infizierten kommen aus Nordfrankreich, eine Region, die vom belgischen Außenamt als orange gekennzeichnetes Risikogebiet gilt.

Ob dieser Grenzpendlerverkehr für die Verbreitung gesorgt hat, oder ob ein anderer Grund vorliegt, wird derzeit ermittelt. Ein Grund kann auch das interne Kühlsystem der Fabrik mit seinem eigenen Umlauf sein, so das Unternehmen.

Inzwischen aber arbeiten die Provinz Westflandern und die grenznahen nordfranzösischen Departements in dieser Abgelegenheit im Austausch zusammen, so Bürgermeister Vanderjeugd. Geplant ist, alle 850 Mitarbeiter von Westvlees auf Covid-19 zu testen.

Mittlerweile wurde deutlich, dass Westvlees-Mitarbeiter, die aus der Region selbst kommen oder dort wohnen, Covid-19 verbreitet haben könnten. Von den 67 Infizierten in dem Unternehmen kommen 48 aus der Provinz Westflandern, die in 9 verschiedenen Gemeinden leben. In der gesamten Gemeinde Staden, zu der Westrozebeke gehört, gilt z.B. am Samstag eine permanente Mundmaskenpflicht. 

11 Mitarbeiter einer Baufirma infiziert

Westvlees ist derzeit nicht das einzige Unternehmen im belgischen Bundesland Flandern, das von Corona betroffen ist. Beim Bauunternehmen Gilen in Sint-Truiden in der Provinz Limburg erwiesen sich 11 Bauarbeiter aus dem Kosovo als mit Covid-19 infiziert.

Die Arbeiter sind am Montag hier angekommen und sollten auf verschiedenen Baustellen im Land arbeiten. Gilen lässt alle ausländischen Mitarbeiter auf Covid-19 testen, wodurch die Fälle der 11 Kosovaren festgestellt werden konnten. 

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