Hitzewelle: "Code orange" für fast ganz Belgien - Ab Samstag gilt "Code rot"

An diesem Freitag und auch an den kommenden Tagen herrschen in Belgien tropische Temperaturen von rund 30°C an der Nordseeküste über bis zu 31°C in den Ardennen bis hin zu 35°C im Zentrum des Landes. Aus diesem Grunde hat das Königliche Wetteramt KMI in Ukkel bei Brüssel vorerst die Wetterwarnstufe „Code orange“ erlassen. Dies gilt für das gesamte Land, außer für die Küste.

Das KMI teilte am Freitag zudem mit, dass für das kommende Wochenende sogar „Code rot“ ausgerufen wird, denn die Temperaturen können noch um einige Grade steigen.

VRT-Wettermann Frank Deboosere erinnert denn auch daran, dass man viel Wasser trinken soll und dass man den älteren Menschen einen Gefallen tue, wenn man sie darum bitte, ebenfalls viel zu trinken. Und er erinnert daran, dass man gerade jetzt drinnen bleiben sollte. 

Nicht zuletzt erinnern er und die Behörden landauf, landab dazu, dass alle Menschen ausreichend trinken sollen und dass ein Aufenthalt in der Sonne vermieden werden sollte. Das gelte nicht nur für Kinder und ältere oder kranke Personen sondern für alle! 

Drinnen ist es besser als draußen, allerdings nur, wenn man das Glück hat, sich an der Nordseite des Gebäudes aufhalten zu können. Durchlüften Sie ihre Wohnung morgens, wenn es kühler ist. Danach sollte man am besten alles möglichst dicht halten, damit die Hitze so weit wie möglich draußen bleibt.“

Frank Deboosere, VRT-Wetterexperte

Belgien befindet sich in einer Hitzewelle, bei der immer weiter warme Luft in Richtung des Landes kommt. An der Küste und in den Höhenlagen der Ardennen ist es in diesen Tagen etwas frischer als im Rest des Landes.

Inzwischen sorgen Hitze und Trockenheit für akute Brandgefahr in den Naturschutzgebieten in den Provinzen Antwerpen und Limburg und auch im Hohen Venn im Grenzgebiet zwischen der Provinz Lüttich in Ostbelgien und der Aachener Region.

Ohnehin warnen die Behörden davor, Trinkwasser zu verschwenden. In verschiedenen Landbaugebieten in Flandern ist es inzwischen wieder untersagt, Wasser aus Wasserläufen, Seen und Teichen abzupumpen. In einigen Landkreisen wurden bereits strenge Regelungen zum Umgang mit Wasser erlassen. 

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