Saisonstart in Belgiens erster Liga dann doch ohne Probleme (und ohne Westerlo)

Westerlo bleibt in der zweiten belgischen Fußball-Liga, in der Liga 1B also. Der Fußballverein wollte mit einer einstweiligen Verfügung gegen den Fußballverband KBVB und gegen die Pro League, der Dachverband der belgischen Profimannschaften, erreichen, in der ersten Liga antreten zu dürfen. Doch dies entbehrte jeglicher juristischer Grundlage, so der zuständige Richter.

Der Verein aus der Provinz Antwerpen wollte erreichen, der Liga 1A hinzugefügt zu werden. Hinzu forderte man ein Zwangsgeld von 5 Mio. € pro Spieltag, an dem Westerlo keinen Erstligafußball spielen werde. 

Sportliches und juristisches Argument war die Tatsache, dass OH Löwen als unterlegene Mannschaft der Relegationsrunde trotzdem aufsteigen durfte und Westerlo als Mannschaft mit den meisten Punkten aus der Liga 1B nicht.

Gegenargument der Pro League war, dass Westerlo zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs durch die Coronakrise keine Chance mehr gehabt hätte, aufzusteigen. Dieser Argumentation folgte das Gericht und lehnte die von Westerlo geforderte einstweilige Verfügung ab.

Damit kann die Liga 1B am Samstag die Saison 2020/2021 wie geplant mit 18 Mannschaften mit dem dazu vorgesehenen Spielkalender starten. Anstoß ist am Samstag um 16:30 Uhr bei Club Brügge gegen SC Charleroi - ohne Publikum und Corona-konform…

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