Die Hitze ist für den Obstanbau in weiten Teilen Flanderns ein Drama

Die aktuelle Hitzewelle und die anhaltende Trockenheit sorgen bei den Landwirten in Flandern, die in erster Linie Obst anbauen, für mehr als nur Kopfschmerzen. Durch die hohen Temperaturen und durch die Sonneneinstrahlung verbrennen Äpfel und Birnen schon an den Bäumen und zerstören die Ernte.

In diesen Tagen erleiden Äpfel und Birnen auch auf den flämischen Anbauflächen einen regelrechten Sonnenbrand. An De Rijck, Obstbäuerin in Brussegem, einer Teilgemeinde von Merchtem in Flämisch-Brabant, ist am Boden zerstört: „Bei extremer Hitze haben es Äpfel und Birnen an den Bäumen viel zu warm und fangen an zu kochen. Und dadurch bekommen die Äpfel Flecken durch die Verbrennung (Fotos). Die sehen eigentlich aus, wie große braune und verrottende Flecken.“

Der Geschmack des Obstes ist vollständig angetastet, wodurch die die Früchte noch nicht einmal mehr für Apfelmus oder Birnensaft gebrauchen können.“

An De Rijck, Obstbäuerin

Dieses verbrannte Obst kann weder verarbeitet, noch verkauft werden und landet leider im Kompost: „Die innere Qualität des Obstes ist derart beschädigt, dass es wertlos ist. Die Pflanzenzellen sind kaputt und man kann nichts mehr davon verkaufen.“ Damit erleiden viele Obstbauern in Flandern nun schon zum zweiten Mal Ernteschäden durch heiße Sommertemperaturen, denn schon letztes Jahr war dies der Fall: „Auch nachts kühlt es nicht mehr ab. Leider können wir nicht viel machen, um unser Obst zu schützen. Das Wetter ist der Boss, nicht wir…“ 

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