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Die Corona-Neuinfizierungen in Belgien steigen nicht mehr so stark an

Die durchschnittliche Zahl der neuen Covid-19-Infizierungen in Belgien steigt auf Tagesbasis nicht mehr so stark an, wie in den vergangenen Tagen, die das staatlich-belgische Gesundheitsamt Sciensano meldet. In der Woche von 30. Juli bis zum 5. August infizierten sich täglich etwa 564 Personen mit dem Coronavirus. Das entspricht „nur noch“ einem Anstieg um 19 % gegenüber dem vorherigen Messzeitraum.

Derzeit werden auf durchschnittlicher Sieben-Tage-Basis errechnet etwa 27 Corona-Patienten in Krankenhäuser eingeliefert, 20 % mehr als im Messzeitraum davor.

Die Zahl der Sterbefälle, die auf Covid-19 zurückzuführen sind, liegt derzeit bei rund 3 Fällen am Tag. Insgesamt haben sich in Belgien seit dem Ausbruch der Epidemie in Belgien über 73.000 Personen mit dem Virus angesteckt.

Epidemiologen und Virologen warnen erneut davor, die Lage auf die leichte Schulter zu nehmen, jetzt, wo die steigende Kurve der Neu-Infizierungen wieder leicht auf Entspannung hinweist.

Prof. Pierre Van Damme von der Antwerpener Universität (UA) sagte dazu: „Die Epidemie ist nicht weg, sie organisiert sich neu und verbreitet sich weiter. Die einzige Antwort bleibt: Haltet Abstand, bleibt in eurer Gemeinschaft. Das gilt für die Küste und für alle anderen Orte…“ 

Van Damme ist übrigens der Ansicht, dass die Gesellschaft lernen müsse, mit dem Virus Covid-19 zu leben, denn so schnell würden wir es wohl nicht los.

Sciensano-Leiter Steven Van Gucht, ein Virologe, ließ wissen, dass rund 2 % aller Reiserückkehrer, die aus Risikoländern zurück nach Belgien kommen, mit dem Coronavirus infiziert sind. Dies hätte eine Analyse von entsprechenden Testergebnissen ergeben. 

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