Junge giftige Cobra gelangte mit einer Lieferung Tropenholz nach Gent

Die Arbeiter im Genter Hafen staunten nicht schlecht, als am Samstag eine Cobra aus einer Lieferung Tropenholz für eine Holzhandlung in Gent hervorschaute. Die herbeigerufene Feuerwehr und SOS Reptil brauchten allerdings gut eine Stunde, um das giftige Reptil einfangen zu können. In der Tierklinik von Merelbeke, wohin die Schlange gebracht wurde, fand man heraus, dass es sich dabei um eine noch sehr junge afrikanische Waldcobra handelt. 

Die Ladung Tropenholz, die im Hafen von Gent entladen wurde, kam aus Douala in Kamerun. Die Suche nach der Schlange, die etwa 70 cm lang war, war nicht leicht, denn das Tier verschwand in einem rund 1.000 m² großen Hangar, in dem es am Samstag zudem noch recht heiß war.

Doch letztendlich gelang es Feuerwehrleuten und Ehrenamtlichen der Gesellschaft SOS Reptil das Tier zu fangen. Erste Untersuchungen in der Tierklinik von Merelbeke bei Gent ergaben, dass es sich um eine noch sehr junge Waldcobra (pseudonaja textilis) handelte, die sich allerdings bester Gesundheit erfreute.

Diese Schlangenart ist auf dem afrikanischen Kontinent weit verbreitet und kann 1,5 m und manchmal sogar bis zu 3 m lang werden. Ihr Biss ist lebensgefährlich, denn das Gift der Waldcobra greift das menschliche Nervensystem an. 

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