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Belgische Bahn will ohne Anordnung der Bundesbehörden keine Züge zur Küste streichen

Die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB will ihre Sonderzüge in Richtung Nordseeküste nicht aus dem Fahrplan nehmen. Vor einem solchen Schritt müsse, wenn überhaupt, eine entsprechende Forderung der belgischen Bundesregierung erfolgen, so Bahnsprecher Bart Crols am Montag gegenüber VRT NWS.

Am vergangenen Wochenende hatten die Bürgermeister einiger Badeorte an der belgischen Nordseeküste die Bahn darum gebeten, zumindest ihre zusätzlichen Sonderzüge nach Ostende, Blankenberge oder Knokke zu streichen. So wollten die von einem Zustrom an Tagestouristen überlaufenen Gemeinden die Menschenmassen in den Griff bekommen.

Doch die Bahn kann nicht einfach ihre Züge aus dem Fahrplan nehmen. Die Bahngesellschaft NMBS/SNCB muss sich an ihren Beförderungsplan halten, mit dem sie von der belgischen Bundesregierung beauftragt ist.

Überdies ist die Bahn laut dieses Auftrags dazu verpflichtet, Sonderzüge einzusetzen, wenn die zu befördernden Menschenmassen zu groß sind, um nur mit den normal im Fahrplan stehenden Zügen zu transportieren - gerade auch bei einer Hitzewelle, wie der in diesen Tagen, so Bahnsprecher Bart Crols:

„Selbstredend wird über solche Vorgänge auf allen Ebenen nachgedacht, doch derzeit führen wir unseren Auftrag gemäß der Vorschriften aus, so wie unser Abkommen mit der Regierung es vorsieht.“

Das bedeutet, dass man für ausreichende Kapazitäten sorgen müsse, um die Fahrgäste so sicher wie möglich zu befördern, so Crols weiter: „Das ist unsere Pflicht als Beförderungsunternehmen. Änderungen an unseren Fahrplänen und Regelungen erfordern eine Zustimmung der Behörden.“ 

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