Haftbefehl für einen lebensgefährlich verletzten Deutschen nach einer Schießerei in Voeren erlassen

Ein 32 Jahre alter deutscher Staatsbürger, der am Samstag in s’Gravenvoeren in der Provinz Limburg das Feuer auf Beamte der dortigen Lokalpolizei eröffnete und der bei der anschließenden Schießerei lebensgefährlich verletzt wurde, stand in seinem Heimatland zur Fahndung ausgeschrieben. Er hätte noch 15 Jahre Haft absitzen sollen. Gegen den Mann wurde jetzt offiziell in Belgien Haftbefehl erlassen.

Der Täter hatte sich zunächst am Samstag in Moelingen an der belgisch-niederländischen Grenze in der Voeren-Region mit seinem Wagen einer Routinekontrolle an der Autobahn durch Flucht entzogen, wurde aber etwas später im Zentrum von s’Gravenvoeren gestoppt (Foto oben).

Dabei versuchte er ein entgegenkommendes Auto zu stehlen bzw. dessen Fahrerin dazu zu zwingen, ihn weiterzufahren. Im Zuge dessen entstand ein Feuergefecht mit der Polizei, dass der Verdächtige eröffnete. Bei dieser Schießerei wurden der verfolgte Deutsche und ein Passant, ein Niederländer aus der nahegelegenen Gemeinde Eijsden auf der anderen Seite der Grenze, durch Kugeln verletzt.

Der deutsche Schütze befand sich auch am Dienstag noch in Lebensgefahr. Er wurde jüngsten Meldungen zufolge von insgesamt 5 Polizeikugeln getroffen. Der von einem Schuss getroffene Passant ist zwar ebenfalls schwer verletzt, ist aber nicht in Lebensgefahr. Die Fahrerin des Wagens, den der Flüchtende kapern wollte, stand nach dem Vorgang unter Schock und wurde ebenfalls vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert. Sie konnte inzwischen aber wieder nach Hause zurückkehren.

Die Staatsanwaltschaft Limburg ermittelt und hat einen Untersuchungsrichter angestellt. Dieser hat jetzt offiziell Haftbefehl gegen den 32-Jährigen erlassen. Es ist davon auszugehen, dass die deutsche Justiz in Belgien einen Auslieferungsantrag für den Flüchtigen stellen wird. 

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