Die belgische Bahn wird doch einige Sonderzüge zur Küste streichen

Entgegen ursprünglich gemachten Aussagen wird die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB nun doch einige zusätzliche Sonderzüge in Richtung Küste streichen - besonders am Wochenende, um den Massenandrang an Tagestouristen etwas einzudämmen. Dies wurde am Dienstag in einem Gespräch mit der Provinz Westflandern und einigen betroffenen Bürgermeistern von Badeorten an der Nordseeküste vereinbart.

Dieser Schritt wurde erforderlich, nach dem am vergangenen heißen Wochenende zu viele Tagestouristen an die Küste gefahren waren. Viele von ihnen waren in teilweise überfüllten Zügen hierher gereist. Das brachte nicht nur Probleme mit der Einhaltung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen (soziale Abstände, Hygiene), sondern führte auch lokal zu Randale und einer Massenschlägerei am Samstag in Blankenberge.

Für das kommende Wochenende wurden einige Punkte besprochen, wie man ein ähnliches Chaos mit Hilfe der Bahn vermeiden kann. So wird die Bahn selbst bereits in den Bahnhöfen kontrollieren, ob ein Zug zu mehr als den derzeit zugelassenen 80 % Sitzplätzen besetzt ist.

Ebenfalls in den Bahnhöfen sollen die Fahrgäste in Richtung Küste (und wieder zurück), besser geleitet und kanalisiert werden. Mit einer Art „stop an go“-Vorgehensweise sollen die Reisenden über mehrere Züge verteilt werden oder gar in einem Bahnhof dazu gebracht werden, auszusteigen, um in einen folgenden weniger besetzten Zug umzusteigen.

Zusätzlich wird die Bahnpolizei und der Sicherheitsdienst der Bahn, Securail, mit zahlreichen Beamten und Mitarbeitern vor Ort sein, und sowohl Züge, als auch die Bahnhöfe kontrollieren. Allgemein wurde beschlossen, dass sich alle Behörden auf allen Ebenen darum bemühen werden, die Bevölkerung davon abzubringen, koste es, was es wolle, sich auch während der aktuellen Hitzewelle an die Nordseeküste zu begeben… 

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