Polizeigewerkschaft verbreitet Bilder von einem Tumult während einer Verhaftung in Brüssel

Die belgische Polizeigewerkschaft VSOA hat Videoaufzeichnungen und Bilder über die sozialen Medien verbreitet, auf denen ein Tumult zu sehen ist, der am Freitagabend bei der Verhaftung eines Jugendlichen im Brüsseler Stadtteil Schaarbeek entstanden ist. Die VSOA will, dass eine breite Öffentlichkeit erfährt, wie es in bestimmten Stadtvierteln in Brüssel angeht, wenn die Polizei auftaucht.

Am Freitagabend hatten zwei Polizisten in Schaarbeek am Liedtsplein bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle Probleme mit einem Jugendlichen bekommen. Der junge Mann beleidigte die Polizisten und wiedersetzte sich anschließend seiner Festnahme. Dabei wurden die beiden Polizisten verletzt (siehe nebenstehenden Beitrag).

Der Jugendliche, ein 17-Jähriger, der bereits am vorvergangenen Wochenende bei der Massenschlägerei am Strand von Blankenberge verhaftet worden war, hatte während seiner Festnahme am Liedtsplein Umstehende dazu aufgerufen, ihm zu helfen. Danach wurden die Polizisten eingekreist und angepöbelt.

Dies ist für die Polizeigewerkschaft VSOA ein weiteres Beispiel dafür, wie wenig Respekt den Polizisten in einigen Vierteln in Brüssel entgegengebracht wird. Die Gewerkschaft fordert von der Politik mehr Unterstützung für die Arbeit der Polizei in der belgischen Hauptstadt, wo solche Übergriffe an der Tagesordnung seien.

Es sei an der Zeit, dass Politik und Gesellschaft begreife, was dort geschehe und es sei an der Zeit, die Probleme dort zur Sprache zu bringen und auf die Tagesordnung zu bringen, wenn es um Sicherheit und um Polizeiarbeit gehe. 

Inzwischen hat die Polizei ihre Präsenz und die Frequenz der Patrouillen im Bereich des Liedtsplein erhöht. Vincent Houssin, VSOA-Vizevorsitzender, hatte angedeutet, dass einer der beiden Polizisten einen Messerstich in seiner schusssicheren Weste festgestellt hatte, doch diese Aussage bestätigte die Brüsseler Staatsanwaltschaft nicht. 

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