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Flandern macht 200.000 € für Beirut frei - Belgische Libanesen schicken Hilfsgüter

Flanderns Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) macht 200.000 € aus der Landeskasse frei, um Nothilfe für Beirut zu leisten. Die libanesische Hauptstadt war vor zwei Wochen von einer schweren Explosionskatastrophe heimgesucht wurden mit Toten, Verletzten und zahllosen Obdachlosen als Folge. Inzwischen sind auch in Belgien lebende Libanesen aktiv und schicken Hilfsgüter an ihre Landsleute in der Heimat.

Die Explosion im Hafen von Beirut forderte 171 Menschenleben, zahlreiche Verletzte und zahllose Obdachlose, denn es wurden unzählige Häuser und Wohnungen zerstört. Das libanesische Rote Kreuz geht davon aus, dass rund 19 Milliarden Dollar (etwa 16 Mia. €) erforderlich sein werden, um die Stadt wieder aufzubauen und um in der ersten Zeit Nothilfe für die Bevölkerung in Beirut leisten zu können. International sind bei einer Geberkonferenz bisher rund 500 Mio. € zugesagt worden – darunter 3 Mio. € aus Belgien.

Das Rote Kreuz in Flandern wird dafür sorgen, dass die 200.000 € an Hilfsmitteln aus der flämischen Landeskasse passend verwendet werden und arbeitet dabei mit den Rot-Kreuz-Kollegen aus Deutschland und im Libanon zusammen. 60 % des Geldes werden für Hygienekits und für Lebensmittel verwendet und 40 % für den Ankauf von punktuell benötigtem medizinischem Material.

In den vergangenen Tagen haben zahlreiche in Belgien lebende Libanesen Hilfsgüter aller Art gespendet. Pierre Hajjar und Fadia Farhat hatten dazu aufgerufen und es kamen rund 5 Tonnen Material zusammen, darunter Kleidungsstücke, Matratzen und Bettwäsche und vieles andere mehr - gut für drei Container, die am Montagabend noch von Belgien aus auf den Weg nach Beirut gebracht wurden (Foto unten). 

VRT

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