Ein belgisches Militärflugzeug mit Hilfsgütern für Unicef nach Beirut geschickt

Ein Frachtflugzeug (Archivfoto) mit humanitären Hilfsgütern für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen startete am Freitagmorgen vom Militärflughafen Melsbroek in Richtung der libanesischen Hauptstadt, die am 4. August durch eine doppelte Explosion im Hafen verwüstet wurde. Dabei wurden 181 Menschen getötet und mehr als 6.500 verletzt. 

Es ist schon die zweite C-130, die seither von Belgien mit Hilfe geschickt wurde. Außen- und Verteidigungsminister Philippe Goffin (Foto unten) musste seinen Besuch in Beirut an diesem Freitag aber verschieben, weil die libanesischen Behörden nach einem starken Anstieg der Corona-Neuinfektionen einen erneuten Lockdown angeordnet hatten.

Der belgische Außenminister hatte einen eintägigen Besuch in Beirut geplant, um die Bereitschaft Belgiens zum Ausdruck zu bringen, nach der tödlichen Doppelexplosion, die ganze Teile der Hauptstadt verwüstete, "den Libanesen zur Seite zu stehen".

Die jüngste Corona-Statistik der libanesischen Behörden vom Mittwoch belegt 10.347 Fälle seit Beginn der Epidemie, darunter 109 Todesfälle. "Wir wollen kein gesundheitliches Risiko eingehen", sagte Ministersprecher Nicolas Roisin am Donnerstag.

Er bestätigte auch die Entsendung eines militärischen Transportflugzeugs vom Typ C-130 Hercules - der zweite von Belgien organisierte humanitäre Flug dieser Art, nach dem, der schon am 14. August 63 m3 Material transportiert hatte. Der neue Flug startete an diesem Freitag um etwa 6 Uhr morgens in Richtung Beirut.

Diese zweite C-130 befördert sowohl humanitäre Hilfsgüter für Unicef als auch von der belgischen Regierung bereitgestellte Hilfe in Form von Kanistern und Mundmasken. Der Minister, der mit seinem libanesischen Amtskollegen telefonierte, um die Gründe für die Verschiebung seines Besuchs zu erläutern und die Bereitschaft Belgiens zu bestätigen, die Hilfe für den Libanon nachhaltig zu gestalten.

Danny Gys / Reporters

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