Jan Yperman

Premiere in Belgien: Prothesen mit Augmented Reality einsetzen

Die Jan-Yperman-Klinik an der Küste setzt Knieprothesen mit Augmented-reality-Technologien ein. Der Chirurg kann die Prothese auf diese Weise millimetergenau platzieren. 

Weil nicht jeder nach dem Einsetzen einer Knieprothese rundherum zufrieden ist, suchen Krankenhäuser ständig nach neuen Techniken. Eine Reihe von Chirurgen lassen sich beim Operieren heute von Robotern assistieren. Jetzt können Ärzte auch auf Verfahren der Erweiterten Realität zurückgreifen.

Chirurgen setzen dafür eine Brille auf, mit der sie sowohl die Realität, d. h. Knie und Bein des Patienten, sehen als auch die virtuellen Achsen und Referenzpunkte, an  denen die Prothese ausgerichtet werden muss.

Augmented Reality ist dem breiten Publikum vor allem dank des Pokémon-Go-Spiels bekannt. Bei diesem Spiel erscheint ein virtuelles Wesen in der realen Welt, z. B. eine Pokémon-Figur auf einer Bank in einem Park. „Während der Operation erscheinen keine virtuellen Fantasiefiguren, sondern Linien“, erklärt Doktor François Hardeman der Jan-Yperman-Klinik im westflämischen Ieper: „Diese werden auf das Bein des Patienten projiziert und helfen uns, die Prothese genauestens einzusetzen.“

Die Technik wurde von einem französischen Betrieb entwickelt. Es ist das erste Mal, dass diese Technik außerhalb Frankreichs angewendet wird.

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