Grippeimpfung für alle ab Mitte November - Vorher Impfung für Risikogruppen

Die allgemeine Grippeimpfung wird für alle in Belgien erst ab dem 15. November möglich sein. Zu Beginn der jährlichen Grippesaison wird zuerst den Risikogruppen Vorrang eingeräumt. Das bedeutet, dass schwangere Frauen, chronisch Kranke und Personen über 65 zuerst geimpft werden. Belgien hat insgesamt 2,9 Millionen Impfdosen bestellt, etwas mehr als im vergangenen Jahr. 

Die belgischen Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass es dieses Jahr eine etwas höhere Nachfrage nach klassischen Grippeimpfungen geben wird. Aus diesem Grunde wurde die diesjährige Impfung in zwei Phasen aufgeteilt. Die zu erwartende höhere Nachfrage steht auch und gerade in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Dieses Jahr ist die Grippeimpfung nach Ansicht von Fachleuten etwas wichtiger als in den Jahren zuvor. Da die klassische und jährlich immer wiederkehrende Grippewelle mit dem Coronavirus, das auch in unserem Land noch stets grassiert, zusammenfallen wird, soll vermieden werden, dass die Krankenhäuser überlastet werden.

Heidi Theeten, Virologin für das Fachgebiet Impfungen an der Universität Antwerpen, ist der Ansicht, dass eine klassische Grippeimpfung für Corona-Risikopatienten Vorteile bringt: „Das Coronavirus schlägt bei den Atemwegen zu und das macht auch das Grippevirus. Wenn jemand an Grippe erkrankt ist und in Kontakt zu einem Corona-Infizierten kommt, kann er zweimal infiziert werden und dann ist das Risiko sehr hoch, dass man schwer erkrankt. Passiert das vielen Leuten, muss das Gesundheitswesen auf zwei Ebenen aktiv werden.“

Grippeimpfungen werden in Belgien in der Regel beim Hausarzt verabreicht. Mögliche Risikopatienten auch auf Ebene der klassischen Grippe, sollten sich denn auch bei ihrem Arzt melden und einen entsprechenden Termin verabreden, so Professorin Theeten gegenüber VRT NWS.  

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