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Sommersturm Francis fegte über Belgien hinweg

Seit Dienstagabend fegte der Sommersturm Francis über Belgien hinweg. Der Sturm, der aus Richtung Großbritannien bzw. Frankreich kam, erreichte zeitweise bis zu 80 km/h im Inland und bis zu 90 km/h an der belgischen Nordseeküste. Schon am Dienstag riefen die Wetterbehörden dazu auf, alles, was wegfliegen kann, wegzuräumen oder zu befestigen. Am Nachmittag wurde der Sturm schwächer. 

Schon am Dienstagabend geriet die Schifffahrt im Ärmelkanal in erste Schwierigkeiten, denn der Sturm war an der Nordseeküste recht heftig. Am Messpunkt Westhinder, rund 30 km vor der belgischen Küste, wurde ein Höchstwert von Windstärke 10 registriert. Durchschnittlich betrug die Windstärke dort in der Nacht 9.

Im Küstenbadeort Middelkerke wurden Windböen mit bis zu 86 km/h gemessen und im Hafen von Zeebrügge betrugen die Geschwindigkeiten sogar bis zu 97 km/h gemessen, was über den Warnungen der Wettermeldungen lag.

Das Königliche Meteorologische Institut (KMI) in Ukkel bei Brüssel erließ die Wetter- und Sturmwarnstufe „Code Gelb“ für das Inland und für die Küste galt „Code orange“. Auch die Notrufnummer für nicht lebensbedrohliche Vorfälle mit lediglich materiellen Schäden, die 1722, wurde wieder aktiviert.

Zunächst hielten sich die Schäden in Grenzen, doch in Munte bei Merelbeke in Ostflandern wurde schon am Dienstag ein Stall abgedeckt. Das Vieh überstand das Ganze unversehrt. In Brüssel musste die Feuerwehr nur etwa zehnmal ausrücken, um durch den Sturm verursachte Schäden zu beseitigen. Das betraf einige wenige umgestürzte Bäume und weggewehte Gegenstände. 

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