Viele Unternehmen in Belgien können weiter auf Kurzarbeit setzen

Nach einer Studie des Personaldienstleisters Acerta können rund 40 % aller von Corona betroffenen Unternehmen auch nach dem 1. September auf Kurzarbeit auf Basis von höherer Gewalt als Folge des Coronavirus setzen. An diese Verlängerung der Kurzarbeit sind allerdings Bedingungen geknüpft.

Um weiterhin für Kurzarbeit durch Corona infrage zu kommen, müssen die betroffenen Unternehmen nachweisen, dass sie im zweiten Quartal 2020 mehr als 20 % an Arbeitszeit verloren haben und dass sie diesen Verlust durch vorübergehende Arbeitslosigkeit ausgeglichen haben. Acerta fand heraus, dass 42 % der betroffenen Unternehmen diesen Bedingungen entsprechen und weiter von der Kurzarbeitsregelung profitieren können.

Über die Hälfte der betroffenen Unternehmen kann dem allerdings nicht entsprechen und befindet sich ab dem 1. September in einer neuen Situation. Für diese Unternehmen sieht der belgische Staat aber andere Möglichkeiten vor, die Coronakrise zu meistern. Aber, dies führt auch zu mehr Arbeitslosigkeit im klassischen Sinne.

Arbeitgeber, die der Kurzarbeitsregelung nicht entsprechen, müssen für andere Formen der staatlichen Unterstützung einen Produktions- bzw. Umsatzrückgang um mindestens 10% im Vergleich zum gleichen Quartal im vergangenen Jahr nachweisen.

Acerta hatte rund 28.000 Unternehmen aus der Privatwirtschaft befragt, wie sie derzeit wirtschaftlich dastehen. Die meisten Unternehmen, die noch von staatlicher Hilfe abhängen, sind Gastronomiebetriebe, Friseure und Schönheitsspezialisten, sowie Fitnesszentren und kleine selbständige Einzelhandelsunternehmen.

Acerta fand auch heraus, dass 43 % aller Unternehmen in Belgien im zweiten Quartal 2020 keines der möglichen wirtschaftlichen Hilfsprogramme in Anspruch genommen hat. 

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