Ein Pole aus der Provinz Limburg stirbt in einer Polizeizelle in Bree

Am Dienstagabend ist ein Einwohner der limburgischen Gemeinde Kinrooi in einer Zelle des Polizeikommissariats von Bree gestorben. Die Bundesstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Dieser Vorfall findet im Schatten der Vorgänge rund um einen  gewalttätigen Polizeieinsatz in Charleroi 2018 statt.

Der Mann, ein in Kinrooi lebender 39 Jahre alter Pole, lief offenbar am Montag verwirrt in einem Zeitungsladen in seinem Heimatort umher. Beamten der lokalen Polizeizone Carma haben den Mann nach Angaben einer Polizeisprecherin mit auf ihre Wache in Bree genommen, doch dort stellte sich heraus, dass er wohl gesundheitliche Probleme hatte.

Der Notdienst wurde auf die Wache gerufen, doch dort stellte man noch vor dem Transport des Polen in ein Krankenhaus seinen Tod fest. Die Ersthelfer hatten noch versucht, den Mann zu reanimieren, doch das gelang nicht mehr.

Katja Vandoren von der Staatsanwaltschaft Limburg gab an, dass die Sache von der Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel bearbeitet werde: „Wir haben einen externen Polizeidienst damit beauftragt, zu untersuchen, was die Ursachen für diesen Sterbefall sind. Bei der Staatsanwaltschaft Limburg wenden wir stets ein bestimmtes Drehbuch an, wenn ein Todesfall untersucht werden muss. Das ist auch hier geschehen.“

Angesichts der Vorfälle von Charleroi (siehe nebenstehenden Beitrag) werde jetzt mit größter Sorgfalt untersucht, in welchem Kontext der Todesfall von Bree zu sehen sei, so Vandoren. Unter anderem findet eine Autopsie statt und die Gerichtsmedizin führt eine toxikologische Untersuchung durch.

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