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Schon wieder Schüsse im Antwerpener Distrikt Deurne

In der Nacht zum Freitag sind in Deurne in Antwerpen schon wieder Schüsse gefallen. Diesmal wurde auf ein Nudelrestaurant auf der Turnhoutsebaan geschossen. In der vergangenen Woche kam es in Deurne und im Antwerpener Ortsteil Borgerhout gleich mehrmals zu Schüssen und sogar zu Granatenexplosionen. Offenbar flackert der seit geraumer Zeit in Antwerpen wütende Drogenkrieg wieder auf.

Am frühen Freitagmorgen gegen 4 Uhr 15 wurden Anwohner in der Turnhoutsebaan in der Nähe des Cogelsplein und des Kulturzentrums Rivierenhof von lauter Knallerei geweckt. 

Wie die Antwerpener Polizei bestätigte, handelte es sich dabei um Schüsse. Offenbar hatte ein Unbekannter mehrere Schüsse auf ein Gebäude abgefeuert (Fotos unten), in dem sich ein Nudelrestaurant befindet. Der Schütze sei danach geflüchtet.

Am Freitagmorgen war die Turnhoutsebaan wegen der laufenden Ermittlungen abgesperrt. Das bedeutete, dass auch der öffentliche Nahverkehr hier nicht durchfahren konnte. Über die Turnhoutsebaan verlaufen mehrere Antwerpener Tram- und Buslinien.

Die Polizei konnte am Vormittag noch nicht sagen, ob dieser Vorfall mit ähnlichen Vorkommnissen in den vergangenen Tagen zu tun hat, doch Beobachter gehen davon aus, dass auch diese Schüsse mit dem in der Hafenmetropole wütenden Drogenkrieg zu tun haben.   

Inzwischen machen sich in Deurne Angst und Unsicherheit bemerkbar, doch Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever (N-VA), der übrigens selbst in Deurne wohnt, will eine Bürgerversammlung aus Gründen der gesundheitlichen Sicherheit erst nach der Coronakrise einberufen, wie aus Kreisen der Distriktverwaltung in Deurne verlautet. 

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