Noch bis Anfang Oktober sind im belgischen Straßenbild Soldaten zu sehen

Die belgische Polizei kann sich noch bis zum 2. Oktober für Überwachungsaufgaben an das Brüsseler Verteidigungsministerium wenden. Dies hat der Bundesministerrat beschlossen. Das Verteidigungsministerium hätte den Einsatz von Soldaten zur Unterstützung der Polizei lieber im September zu beendet.

Die Operation Vigilant Guardian wurde im Januar 2015 als Reaktion auf die Zerschlagung der Terrorzelle in Verviers und die Angriffe auf die Redaktion Charlie Hebdo in Paris gestartet. Seitdem patrouillieren Soldaten auf den Straßen und unterstützen die Polizei bei der Bewachung sensibler Bereiche, wie Bahnhöfe und Flughäfen. Nach den Terroranschlägen in Zaventem und Brüssel im März 2016 wurde die Zahl der Soldaten erheblich erhöht.

Die Zahl der einsetzbaren Soldaten wurde in den letzten Jahren aber schon erheblich reduziert. Am Freitag verlängerte der Ministerrat den Einsatz nun um einen weiteren Monat, vom 3. September bis zum 2. Oktober. Theoretisch ist für diesen Zeitraum der Einsatz von bis zu 550 Soldaten erlaubt.

Nach einer neuen Bewertung von OCAD, das Koordinierungsorgan für die Bedrohungsanalyse, vom 19. August liegt der allgemeine Bedrohungsgrad für unser Land weiterhin bei 2 auf einer Skala von 4, obwohl die Stufe 3 für eine Reihe von potenziellen Zielen noch immer gilt.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten