Verletztes Knie: Belgischer Radprofi Philippe Gilbert verlässt die Tour de France vorzeitig

Nach einem Sturz am Samstag musste Philippe Gilbert (38, Foto) schon nach dem ersten Tag die Tour de France verlassen. Der Belgier stürzte während der ersten Etappe der Frankreichrundfahrt in Nizza und verletzte sich am linken Knie. Er wurde in die Clinique Saint-Jean in Cagnes-sur-Mer gebracht, wo eine gebrochee Kniescheibe diagnostiziert wurde, bestätigte sein belgisches Team Lotto Soudal.

"Der Arzt empfiehlt eine zwei- bis dreiwöchige Ruhigstellung", sagte Philippe Gilbert. Der Belgier hatte sich bereits bei der Tour de France 2018 auf dem Portet-d'Aspet-Pass die gleiche Kniescheibe gebrochen.

Die erste Etappe der diesjährigen Tour wurde von zahlreichen Stürzen überschattet. Schuld waren daran der Starkregen und das enge Hauptfeld. Beides sorgte für zahlreiche Verletzungen.

Lotto Soudal hatte am Samstag mit dem deutschen Radprofi  John Degenkolb bereits einen Fahrer verloren, der das Ziel außerhalb des Zeitlimts erreichte. Der Deutsche stürzte 65 km vorher und war damit aus dem Rennen. Für das belgische Team Lotto-Soudal ist in Frankreich noch der Deutsche Roger Kluge im Einsatz.

„Was für eine Enttäuschung", klagte Degenkolbs belgischer Teamgefährte Philippe Gilbert. "Ich habe großen Respekt vor John, der das Rennen nach einem bösen Sturz beendete, 65 Kilometer allein in die Pedale trat und zwei Minuten nach dem Zeitlimit die Ziellinie überquerte. Er gab das Beste von sich“, so Gilbert, für die Tour ebenfalls schon  am ersten Tag vorbei war. 

Philippe Gilbert ist einer der erfolgreichsten belgischen Radrennfahrer. Er wurde 2012 Straßenweltmeister und gewann zahlreiche Klassiker, darunter vier der fünf Monumente des Radsports, nämlich 2009 und 2010 den Giro di Lombardia, 2011 Lüttich–Bastogne–Lüttich, 2017 die Flandern-Rundfahrt und 2019 Paris-Roubaix (Quelle: Wikipedia)

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