Premierministerin Wilmès will das System der "Kontakt-Blasen" neu definieren lassen

Premierministerin Sophie Wilmès (MR - Foto unten) hat der Corona-Expertengruppe Celeval, die zu diesem Zweck mit Soziologen und Psychologen erweitert wird, den Auftrag gegeben, das Konzept der sogenannten „Kontakt-Blasen“ neu zu definieren. Dieses System empfiehlt im Rahmen der Corona-Maßnahmen in Belgien, dass sich Personen außerhalb ihres Familienkreises mit einer Gruppe von 5 weiteren Bekannten, Freunden… treffen darf. Eingeschränkte Kontakte sollen dabei helfen, dass sich Covid-19 nicht weiter verbreiten kann. 

Gegenüber unseren frankophonen Kollegen der RTBF und des wallonischen Privatsenders LN24 sagte Wilmès, dass die belgische Bundesregierung auf jeden Fall stets wieder an den Sinn dieser „Kontakt-Blasen“ erinnern müsse: „Die wichtigste Botschaft ist, die Anzahl der Personen, zu denen man Kontakt hält, zu beschränken.“

Die Leute sollen Abstand voneinander halten und gegebenenfalls sogar im privaten Kreis Mundmasken tragen, so die Regierungschefin: „Haben Sie engere Kontakte, dann schränken Sie diese noch mehr ein. Die ‚Blase‘ von 5 Personen ist ein Richtwert dazu.“

Wilmès geht davon aus, dass das Virus so schnell nicht verschwinden wird: „Wir müssen jetzt an einem neuen ‚Normal‘ arbeiten, denn das Virus wird nicht verschwinden. Wir werden also auf längere Sicht mit weniger Kontakten auskommen müssen. Wie man das nennen soll, ist eigentlich nicht wichtig: ‚Fünfer-Blase‘ oder etwas anderes. Wichtig ist zu begreifen, dass sich das Virus verbreiten kann, wenn wir zu dicht beieinander kommen.“ 

Premierministerin Wilmès bleibt in Sachen Coronavirus weiter vorsichtig
CLI

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