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Corona-Reisewarnung: Außenminister bittet Deutschland und Niederlande, um Aktualisierung für Antwerpen

Das belgische Außenministerium hat Deutschland und die Niederlande gebeten, die strengen Quarantänevorschriften für die Provinz Antwerpen zu aktualisieren. Das meldet die Zeitung Het Nieuwsblad und wird der VRT-Redaktion bestätigt.

Nach der exponentiell steigenden Anzahl von Corona-Fällen in der Provinz Antwerpen mussten Personen, die nach dem 29. Juli aus Antwerpen in die Niederlande zurückkehrten, 10 Tage in Quarantäne.

Deutschland ergriff dieselbe Maßnahme für Rückkehrer am 21. August. Wer aus dem Risikogebiet nach Deutschland einreiste, musste 14 Tage in Selbstquarantäne. Nachdem die Corona-Infektionen infolge der Einführung einer neuen Ausgangssperre gesunken sind, hat das belgische Außenministerium eine Aktualisierung der Bewertung für Antwerpen seitens der Niederlande und Deutschland angefragt.

Die Anfrage wurde an die belgische Botschaft in Berlin und in Den Haag gerichtet, die mit den deutschen Behörden Kontakt aufnehmen werden, erklärte Marie Cherchari, Sprecherin des Außenministeriums: „Wir werden die Behörden über die Verbesserung der Gesundheitslage informieren, sodass sie ihre Reisewarnungen aktualisieren können.“

Antwerpen ergreift zusätzliche Schutzmaßnahmen

Zusätzlich zu den Corona-Maßnahmen der belgischen Regierung hat der Bürgermeister von Antwerpen ergänzende Vorschriften für seine Stadt verhängt. Diese gelten seit dem 1. September und müssen den rückläufigen Trend der Corona-Infektionen insbesondere in den städtischen Gebieten der Provinz unterstützen.

Das heißt, dass der Verkauf von Alkohol zwischen 22 Uhr und 6 Uhr weiter verboten bleibt. Auch das Teilen von Essen, Getränken oder Tabak (Wasserpfeifen) im öffentlichen Raum und in Räumen, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind, bleibt verboten. Festsäle dürfen wieder geöffnet werden, aber nur bis 1 Uhr.

Außerdem muss jeder ab 12 Jahre eine Maske tragen oder dabeihaben. 

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