Prozessbeginn in Paris gegen islamistischen Terror: 2 Belgier unter den Angeklagten

Fünfeinhalb Jahre nach dem islamistischen Anschlag gegen das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und gegen den Supermarkt „Hyper Cacher“ beginnt in Paris der Prozess gegen 14 mutmaßliche Helfer der Terroristen. Unter ihnen zwei Belgier, die die Waffen geliefert haben sollen.

Nach dem Anschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ in Paris, bei dem 12 Menschen getötet wurde, folgten weitere Anschläge bei Paris und in Vincennes (auf einen jüdischen Supermarkt). Diesen Anschlägen fielen  5 weitere Menschen zum Opfer.

Die Terroristen selbst wurden Monate später bei einer Polizeiintervention getötet.

Auf dem Prozess, der am Mittwoch in Paris begonnen hat und vermutlich zweieinhalb Monate dauern wird, sind 14 mutmaßliche Helfer der Terroristen angeklagt.

Auf der Anklagebank sitzen auch zwei Belgier aus der Gegend von Charleroi: Michel Catino und Metin Karasular. Beide sollen Amedy Koulibaly, der bei dem Anschlag auf den jüdischen Supermarkt in Vincennes vier Menschen erschoss, die Waffen beschafft haben.

Den Ermittlungen zufolge hat der kurdische Kfz-Mechaniker Karasular aus Gilly bei Charleroi Geld für den Kauf der Waffe für Koulibaly angenommen. Die Anklage lautet auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Die Angeklagten riskieren Höchststrafen von bis zu 20 Jahren Haft. 

Sowohl Karasular als Catino weisen die Anschuldigungen zurück.

 

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