Corona in Belgien: Weiter leicht sinkende Werte

In der Woche vom 25. bis zum 31. August haben sich täglich rund 439 Personen mit dem Coronavirus Covid-19 infiziert. Das ist auf 7-Tagebasis ein Rückgang um 8 %. Der Schulbeginn verlief bisher in Belgien recht ruhig mit nur wenigen Fällen von positiven Coronatests oder Klassen in Quarantäne. In Flandern ergibt sich allerdings das Problem von zu vollen Schul- und Linienbussen.

Seit Ausbruch der Corona-Epidemie haben sich in Belgien insgesamt 86.544 Personen mit dem Virus infiziert. Inzwischen gehen die Zahlen nach einem Aufflackern zu Beginn des Sommers aber wieder konstant zurück, wenn auch nur leicht, wie die täglichen Wochenanalysen des belgischen Gesundheitsamtes Sciensano belegen.

Auch die Zahl der neuen Krankenhausaufnahmen geht zurück und zwar auf durchschnittlich 16 Fälle am Tag. Im 7-Tage-Messzeitraum davor waren dies noch etwa 19 tägliche Krankenhausaufnahmen. Die Zahl der täglichen Todesfälle nach einer Covid-19-Infizierung ging innerhalb einer Woche von 6 auf 4 Fälle zurück. Bisher starben in Belgien 9.899 Personen an den Folgen einer Corona-Infizierung.

Brüssel

Auch in der Hauptstadt-Region Brüssel, gehen die Neuinfizierungen mit Corona langsam zurück und zwar um 11 % gegenüber der Vorwoche. Allerdings wird etwa jeder vierte positive Coronatest in Belgien im Brüsseler Raum registriert, wo der Wert der Infizierungen in 14 Gemeinden über dem Schwellenwert von 50 Ansteckungen auf 100.000 Einwohner liegt.

Schulbeginn

Im belgischen Bundesland Flandern verlief der Schulbeginn seit dem 1. September bisher ohne nennenswerte Vorfälle. Nur wenige positive Coronatests führten zu ausfallenden Unterrichten oder zu Klassen, die in Quarantäne gehen müssen.

Aber, in Flandern zeigen sich Probleme bei der Beförderung der Schulkinder. Die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn hat mit zu vollen Schul- und Linienbussen zu kämpfen und die Gewerkschaften des Fahrpersonal warnen vor zu wenig geschützten Busfahrern und vor einem unsicheren Schülertransport. Sie plädieren dafür, auf stark frequentierten Linien mehr Busse einzusetzen, damit die einzelnen Fahrzeuge im Sinne aller nicht so stark besetzt sind und mehr Raum für die Pendler und die Schulkinder bieten.

Teilzeitunterricht gegen volle Schulklassen

Möglicherweise können die Schulkinder in Flandern auf Ebene der Mittelschule in bestimmten Städten und Gemeinden in Flandern, z.B. in der Umgebung von Antwerpen, in Flämisch-Brabant oder im Großraum Brüssel schon ab der kommenden Woche teilweise wieder Unterricht online von zuhause aus bekommen. Der Plan des Landungsbildungswesens und dem Corona-Krisenzentrum der belgischen Bundesregierung ist, mit geteilten Klassen, die abwechselnd in der Schule bzw. zuhause sind, gegen zu volle Räume und Schulbussen vorzugehen. 

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