Historische Altstadt von Gent
Belga

Der Tag des offenen Denkmals in Flandern - Open Air und/oder digital

Am Sonntag, den 13. September, findet auch in Flandern wieder der traditionsreiche Tag des offenen Denkmals statt. Doch diese inzwischen 32. Ausgabe wird in diesen Corona-Zeiten etwas anders aussehen, als zu normalen Zeiten. Die allermeisten Aktivitäten werden draußen organisiert, z.B. Wanderungen mit QR-Codes. Die ausrichtende flämische Kulturerbe-Organisation Herita rät dazu, im Vorfeld zu reservieren.

Der Tag des offenen Denkmals ist in Flandern die größte Eintages-Veranstaltung im Jahr. 2019 nahmen rund 400.000 Menschen an der einen oder anderen Veranstaltung teil, doch dies wird dieses Jahr anders werden. Zu viele Menschen auf zu kleinem Raum sind gerade nicht unbedingt angesagt…

Am besten, so Herita, sollte man sich in der eigenen Region, in der eigenen Stadt oder in der eigenen Gemeinde nach Aktivitäten umsehen und daran in der eigenen Corona-tauglichen „Familien-Blase“ teilnehmen. Man glaubt oft kaum, was die eigene Heimat historisch so alles zu bieten hat… Dies haben allerdings bereits viele Zeitgenossen schon jetzt während ihres „Urlaubs zuhause“ feststellen dürfen…

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Alden Biesen in Limburg

Trotzdem hat Herita dieses Jahr 454 einzelne Aktivitäten und 330 historische und kulturell bedeutende Orte und Gebäude in 182 flämischen Kommunen im Angebot. Nur wenige Gebäude stehen den Besuchern offen, doch es sind z.B. kulturelle Jogging-Parcours und spannende Radtouren, z.B. rund um den Grüngürtel von Brügge im Angebot oder auch Kanufahrten z.B. in Löwen in Flämisch-Brabant. In Antwerpen dreht sich vieles um die spannende Geschichte der Olympischen Spiele, die dort vor 100 Jahren stattgefunden haben.

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In Diest in Flämisch-Brabant wird mit virtueller Reality gearbeitet. Das bedeutet, dass z.B. der Beginenhof dort auf digitalem Wege zu entdecken ist. Nicht wenige lokale Veranstalter bieten Wanderungen auf eigene Faust an und geben alle notwendigen Informationen über Infoschilder mit QR-Codes weiter. Viele TdoD.-Events finden dieses Jahr in Flandern mit Hilfe dieses Mittels statt. Einen QR-Codeleser kann einfach auf (fast) jedes Handy oder Smartphone heruntergeladen werden…

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Beginenhof Diest
Radio 2
Bunker bei Duffel

Im Angebot sind auch Wanderungen und Radtouren entlang von rund 40 Standorten rund um Tervuren in Flämisch-Brabant bei Brüssel. In der Umgebung von Antwerpen, genauer in Bonheiden, Putte, Sint-Katelijne-Waver und Duffel, kann man der Bunkerlinie folgen. In Gingelom in der Provinz Limburg kann man entlang der römischen Grabhügel wandern oder radeln. In Hamme in Ostflandern ist die ehemalige Textilfabrik „Tasibel“ zum letzten Mal in ihren Ursprungszustand zu besuchen, bevor die Gebäude zu einer Wohnanlage umgebaut werden. Und in Waregem in Westflandern ist ein Blick hinter die Kulissen der Pferde- und Trabrennbahn von „Waregem Koerse“ möglich.

Alle Informationen zum Tag des offenen Denkmals in Flandern sind unter https://www.openmonumentendag.be/ zu finden. 

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