Gooding & Company

Ein Bugatti von König Leopold III. ist für 10,7 Mio. € versteigert worden

In der Londoner Filiale des US-Versteigerungsbüros Gooding & Company ist der Bugatti Type 59 aus dem Jahr 1934 verkauft worden, der einst im Besitz von König Leopold III. war. Dies ist ein neuer Rekordpreis für einen Bugatti. 

Der Wagen hat eine besondere Geschichte, von der sich ein Teil auch in Belgien abspielte. Es handelt sich um einen Type 59 des französischen Autobauers Bugatti mit Baujahr 1934.

Der Wagen war als Rennauto konzipiert und gehörte zum Grand-Prix-Team 1934-1935 der Marke Bugatti selbst. Mit dem französischen Rennfahrer René Dreyfus am Steuer wurde der Wagen Dritter beim damaligen GP von Monaco und er war mit Dreyfus der Siegerwagen beim belgischen GP in Spa-Francorchamps.

Nach dieser Rennsaison wurde das Fahrzeug zum straßentauglichen Sportwagen umgebaut. Dabei bekam er ein angepasstes Chassis und eine umgebaute Karosserie (in schwarz) und ein anderes Getriebe. 1937 wurde der Wagen von König Leopold III. gekauft, der ein großer Fan von Bugattis war.

Danach wechselte der Wagen noch viermal den Besitzer, bleib jedoch stets im Zustand von nach dem Umbau - inklusive Farbe. Der Type 59 mit der Chassis-Nummer "57248" ist noch stets in Topzustand, wie das PR-Video von Gooding & Company unter diesem Beitrag eindrucksvoll beweist. Nach Ansicht von Fachleuten, ist dies derzeit der wichtigste und originellste Bugatti überhaupt.

Wer aber der Käufer ist, blieb unbekannt. Es konnte nur per Telefon geboten werden. Insgesamt wurden bei Gooding & Company in London am Samstag 15 historische Autos verschiedenster legendärer Marken versteigert, darunter zwei weitere Bugattis: Ein Type 57S Atalante von 1937 und ein Type 35C Grand Prix von 1928. Nur zwei Fahrzeuge wurden erst nach dem Krieg gebaut. 

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