Nicolas Maeterlinck

Jugendliche randalierten zwei Nächte lang in den Brüsseler Marollen

Etwa 30 Jugendliche haben in der Nacht zum Sonntag im Brüsseler Marollen-Viertel randaliert. Dabei gingen die Scheiben eines Kindergartens zu Bruch und ein Auto sowie Mülleimer gingen in Flammen auf. Als Polizei und Feuerwehr anrückten, wurden diese mit Molotow-Cocktails begrüßt. Verletzte gab es nicht. Auch am Vortag war es dort bereits zu Konfrontationen zwischen der Polizei und Jugendlichen gekommen.

Die Randale konzentrierte sich auf die Wasserijstraat und die Nieuwlandstraat im Brüsseler Marollen-Viertel. Die Polizei versucht jetzt, die Täter über Kamerabilder zu identifizieren. Bei der Suche nach den Randalierern entdeckte die Polizei mehrere fertiggestellte aber noch ungenutzte Molotow-Cocktails. Es ist davon auszugehen, dass die Jugendlichen vorhatten, die Hilfskräfte anzugreifen.

Auch am Vortag war es in den Marollen zu Randale gekommen, nach der die Polizei allerdings einige Jugendliche fassen konnte. Inzwischen hat die Brüsseler Feuerwehr Klage gegen Unbekannt eingereicht. Sie will es nicht länger hinnehmen, dass sie und andere Hilfskräfte Ziel von Krawallmachern und von herumhängenden Jugendlichen sind.

Angriffe auf Feuerwehr und Hilfskräfte

Die Brüsseler Hilfskräfte warten auf ein deutliches Zeichen von Seiten der Stadt und den Behörden, „um diese gesetzlosen Individuen zu identifizieren und zu bestrafen!“ Offenbar hängen beide Vorfälle am Freitag und am Samstag zusammen. Die Gegend in den Marollen ist häufig Ziel von Polizeieinsätzen gegen herumlungernde Jugendliche.

In den Marollen leben viele Menschen dichtgedrängt beieinander und sehr oft in kleinen Appartements. Gerade hier muss die Polizei die Menschen oft auf die Einhaltung der geltenden Corona-Sicherheitsmaßnahme hinweisen, was wiederum von Jugendlichen als Provokation aufgefasst wird und dann kann es zu solchen Vorfällen kommen, wie die der vergangenen Tage bzw. Nächte. 

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